Niklas Svedberg (rechts) zeigte im Tor der Fischtown Pinguins eine gute Leistung.

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Niklas Svedberg (rechts) zeigte im Tor der Fischtown Pinguins eine gute Leistung.

Pinguins verlieren Schlüsselspiel gegen direkten Playoff-Rivalen

Im Rennen um die Qualifikation fürs Playoff-Viertelfinale in der DEL haben die Fischtown Pinguins einen schmerzhaften Rückschlag erlitten. Beim direkten Rivalen um Platz sechs, der Düsseldorfer EG, setzte es eine knappe Niederlage.

Durch die 1:2-Niederlage der Pinguins in Düsseldorf ist die DEG in der Tabelle der Deutschen Eishockey-Liga an den Bremerhavenern vorbeigezogen. Dabei hatten diese gute Chancen, zu punkten. Der gute Niklas Svedberg im Tor hielt sie immer im Spiel. Doch am Ende war es ein Spiegelbild der 1:3-Niederlage bei der ersten Partie in Düsseldorf kurz vor dem Jahreswechsel: Die Pinguins hatten deutlich mehr Torchancen, aber die DEG gewann das Spiel. „Im Prinzip war es dasselbe Spiel“, sagte Pinguins-Trainer Thomas Popiesch.

Insbesondere aus ihrer Überlegenheit im starken zweiten Drittel machten die Pinguins zu wenig. „Ganz klar, wenn du auswärts was mitnehmen willst, musst du mehr als ein Tor schießen. Wir müssen da den letzten Pass sauberer spielen und

klarer zum Abschluss zu kommen“, sagte Popiesch.

Düsseldorf geht in Überzahl in Führung

Vor dem Spiel hatte Popiesch die Bedeutung des Spiels im Kampf um die direkte Viertelfinal-Qualifikation bewusst heruntergespielt. Auf dem Eis zeigte sich aber zu Beginn: Es ging um mehr als drei Punkte. Beide Mannschaften belauerten sich, wollten vor allem keine Fehler machen. Zwei Strafzeiten machten zunächst den Unterschied aus. Die ansonsten so disziplinierten Bremerhavener kassierten in den ersten zehn Minuten zwei (berechtigte) Strafen und gerieten so in Rückstand. Stephen MacAulay fälschte im Powerplay den Schuss von Mikko Kousa zum 1:0 für die DEG ab (13. Minute) - unhaltbar für Svedberg. Der Schwede stand in Düsseldorf im Tor, das war die wichtigste Veränderung im Pinguins-Team gegenüber der Partie gegen Augsburg am Sonntag. Auch Tim Lutz war wieder im Kader. Wirklich gefährlich wurden die Pinguins im ersten Drittel nur einmal, als Miha Verlic zum Tor zog und Ziga Jeglic den Nachschuss daneben setzte.

Viele Chancen in Mitteldrittel

Ganz anders traten die Pinguins im Mittelabschnitt auf, nun hatten sie jede Menge Offensivszenen. Und sie machten es auf die einfache Weise: den Gegner mit aggressivem Spiel zu Scheibenverlusten zwingen und dann möglichst viele Schüsse Richtung Tor bringen und nachsetzen. Nicholas Jensen und Dominik Uher kamen so zu guten Chancen, mit jeder Aktion wurde der Druck der Pinguins größer.

Ins Tor trafen aber die Düsseldorfer mit einem dieser berühmten Tore „aus dem Nichts“. Nach der ersten guten Offensivaktion durch Daniel Fischbuch blieb der Puck auf der Linie liegen, Alec McCrea drückte ihn zum 2:0 ins Tor (27.). Es dauerte nur 17 Sekunden, bis die Pinguins zurückschlugen. Nach einem gewonnenen Bully von Christian Wejse traf Nino Kinder zum 1:2 (27.). Jetzt drängten die Pinguins auf den Ausgleich, mussten aber einen Schockmoment überstehen, als Jensen in ihrer ersten Überzahl den Puck an der blauen Linie verfehlte und Alex Ehl frei aufs Tor zulief. Svedberg hielt.

Urbas hat Pech mit einem Lattentreffer

Dann waren wieder die Bremerhavener am Zug. Alex Friesen scheiterte an Torhüter Henrik Haukeland, Jan Urbas hatte in der 39. Minute Pech mit einem Lattentreffer.

Am Ende sollte es sich rächen, dass im zweiten Spielabschnitt nicht mehr Tore heraussprangen. Düsseldorf nutzte die zweite Pause, um sich wieder besser zu sortieren. Die Pinguins blieben zwar die aktivere Mannschaft, aber Düsseldorf machte es ihnen wesentlich schwerer, zum Tor durchzukommen. Antti Tyrväinen hatte früh die Chance zum 2:2, aber Haukeland hielt. Ebenso wie gegen Urbas. Die DEG wollte über Konter das Spiel für sich entscheiden, doch Svedberg hielt die Pinguins mit Paraden gegen Kousa und Fischbuch in der Partie (50.).

Gute Chancen in den Schlusssekunden

Eine Überzahl sieben Minuten vor dem Ende wäre die perfekte Gelegenheit für die Pinguins gewesen, zum Ausgleich zu kommen. Doch wie schon ihr erstes Powerplay spielten sie es nicht gut. Am Ende lief die Zeit weg. Die Pinguins hatten in den Schlusssekunden noch gute Chancen durch Urbas und Miha Verlic, doch die Düsseldorfer konnte den so wichtigen Sieg ins Ziel bringen. „Die Mannschaft hat viel investiert, aber es hat nicht ausgereicht, um den Unterschied machen zu können“, sagte Popiesch.

Am Freitag geht es für die Fischtown Pinguins mit einem Heimspiel gegen die Iserlohn Roosters weiter.

Düsseldorf - Pinguins 2:1 (1:0; 1:1; 0:0)

Tore: 1:0 (12:34) MacAulay (Kousa, Gogulla) bei 5/4; 2:0 (26:27) McCrea (Fischbuch, Gogulla); 2:1 (26:44) Kinder (Wejse)

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Erstellt:
25.01.2023, 21:38 Uhr
Lesedauer: ca. 3min 10sec

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