Die vom Grand Rapids Police Department zur Verfügung gestellte Aufnahme zeigt, wie ein Polizeibeamter in Grand Rapids Patrick Lyoya verfolgt und ihn erschießt.

Die vom Grand Rapids Police Department zur Verfügung gestellte Aufnahme zeigt, wie ein Polizeibeamter in Grand Rapids Patrick Lyoya verfolgt und ihn erschießt.

Foto: Cory Morse/dpa/The Grand Rapids Press/AP

Deutschland und die Welt

Schwarzer stirbt bei brutalem Polizeieinsatz in den USA

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Von nord24
14. April 2022 // 06:18

Einmal mehr sorgt ein tödlicher Polizeieinsatz in den USA für Aufregung, bei dem ein schwarzer Mann gewaltsam ums Leben kam.

Polizist schießt einem 26-Jährigen von hinten in den Kopf

Die Polizei in Grand Rapids im Bundesstaat Michigan veröffentlichte am Mittwoch mehrere Videos von dem Einsatz, der sich am 4. April ereignet hatte. Ein weißer Polizist hielt an jenem Tag den 26 Jahre alten Patrick Lyoya in seinem Auto an - wegen einer Unregelmäßigkeit beim Nummernschild. Die beiden gerieten in eine körperliche Auseinandersetzung, an dessen Ende der Polizist dem Mann von hinten in den Kopf schoss, während dieser am Boden lag.

Die Polizei macht Videos öffentlich

Die Polizei machte mehrere Videos von dem Vorfall öffentlich: von der Körperkamera des Polizisten und der Kamera in dessen Wagen sowie von der Überwachungskamera eines angrenzenden Hauses und der Handy-Kamera des Beifahrers. Darauf ist der Ablauf der Szene zu sehen: Der Polizist fragte Lyoya demnach zunächst nach seinem Führerschein. Nach einer kurzen Unterredung versuchte der 26-Jährige, sich zu entfernen. Der Beamte rannte ihm nach und warf ihn in einem angrenzenden Vorgarten zu Boden. Es kam zu einem längeren Gerangel, bei dem der Beamte zunächst seinen Taser einsetzte, was Lyoya jedoch abwehrte. Am Ende zog der Polizist seine Waffe, während Lyoya unter ihm auf dem Boden lag, und schoss diesem von hinten in den Kopf.

Der Polizeibeamte wurde beurlaubt

Der Polizeichef von Grand Rapids, Eric Winstrom, sagte, die Untersuchung laufe. Bis zu deren Abschluss sei der Beamte beurlaubt. Nach bisherigen Erkenntnissen sei bei Lyoya keine Waffe gefunden worden. Vertreter der Stadt sprachen von einem „sehr bedauerlichen Ereignis“, das verständlicherweise Wut und Schmerz auslöse. (dpa)

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