Der dritte Kleber im Impfbuch: Eine Auffrischungsimpfung verstärkt den Schutz gegen das Sars-CoV-2-Virus.

Die Stiko sich zu Auffrischimpfungen geäußert.

Foto: Wolfgang Kumm/dpa

Deutschland und die Welt

Stiko: Booster für alle ab 18 Jahren

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Von nord24
18. November 2021 // 12:22

Die Ständige Impfkommission (Stiko) weitet ihre Empfehlung zu Auffrischimpfungen massiv aus. „Ab sofort empfiehlt die Stiko allen Personen ab 18 Jahren die Covid-19-Auffrischimpfung“, teilte das Gremium am Donnerstag mit. Auch ein flexiblerer Umgang mit dem Zeitabstand ist demnach vorgesehen: „Die Auffrischimpfungen sollen in der Regel im Abstand von sechs Monaten zur letzten Impfstoffdosis der Grundimmunisierung erfolgen. Eine Verkürzung des Impfabstandes auf fünf Monate kann im Einzelfall oder wenn genügend Kapazitäten vorhanden sind erwogen werden“, hieß es.

Noch keine finale Stiko-Empfehlung

Ein entsprechender Beschlussentwurf sei zur Abstimmung an Fachkreise und Bundesländer gegangen, daher seien Änderungen noch möglich. Es handelt sich noch nicht um eine finale Stiko-Empfehlung. Bislang empfiehlt das Gremium eine Auffrischungsimpfung unter anderem Menschen ab 70 Jahren, Menschen mit Immunschwäche, Bewohnern von Pflegeeinrichtungen sowie Personal in medizinischen Einrichtungen und Pflegepersonal. Die Stiko bekräftigte am Donnerstag, dass diese Gruppen bevorzugt das Angebot zum Booster erhalten sollten. Geraten wird, dass unabhängig vom bisher verwendeten Impfstoff mit einem mRNA-Präparat aufgefrischt wird. „Auch bisher Nicht-Geimpfte sollen vordringlich geimpft werden“, betont die Stiko.

Die Stiko dämpft Hoffnungen auf allzu schnelle Effekte

Angesichts der rasant steigenden Infektionszahlen und einer großen Zahl noch gänzlicher ungeimpfter Menschen in Deutschland hatten mehrere Experten und Politiker zuletzt Druck gemacht, mehr und schneller Auffrischimpfungen zu verabreichen. Die Hoffnung ist auch ein dämpfender Effekt auf die Virusverbreitung in der Bevölkerung. Die Stiko dämpft jedoch Hoffnungen auf allzu schnelle Effekte: „Die epidemiologische Auswirkung durch eine verminderte Transmission wird erst bei hohen Impfquoten bei Auffrischimpfungen deutlich wirksam werden“, schreibt sie. Bisher haben in Deutschland 5,7 Prozent der Bevölkerung eine Auffrischimpfung erhalten, bei den Menschen ab 60 Jahren sind es 13,8 Prozent. (dpa/mb)

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