Einer neuen Umfrage zufolge schieben viele Menschen die nötige Früherkennung vor sich her und gehen nicht zur Vorsorge. Foto: AOK-Mediendienst

Einer neuen Umfrage zufolge schieben viele Menschen die nötige Früherkennung vor sich her und gehen nicht zur Vorsorge. Foto: AOK-Mediendienst

Foto: Jochen Tack

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Umfrage zeigt „Aufschieberitis“ bei der Früherkennung

14. Dezember 2022 // 11:00
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https://www.aok.de/pk/magazin/koerper-psyche/krebs/frueherkennung-kann-leben-retten-vorsorg-o-mat/?cid=aok;9;3;NZVorsAN;8;1

Krebsvorsorge kann Leben retten. Um daran zu erinnern, hat die AOK zusammen mit der Deutschen Krebsgesellschaft den 28. November zum „Tag der Krebsvorsorge“ ausgerufen.

Stetes Erinnern scheint nötig: Einer neuen Umfrage zufolge schieben viele Menschen die Früherkennung vor sich her.

Eigene Gesundheit steht oft hinten an

Krebsvorsorge hält fast jeder Mensch in Deutschland dieser Forsa-Studie im Auftrag des AOK-Bundesverbandes zufolge für sinnvoll (94 Prozent). 42 Prozent der Menschen in Deutschland haben laut Studie Angst vor Krebs. Dennoch findet jede vierte Person (26 Prozent) keine Zeit und Energie für die Krebsfrüherkennung.

Rund die Hälfte schiebt Vorsorgetermine

Für die Studie wurden 1.512 Erwachsene befragt. Die Hälfte von ihnen gab an, die Vereinbarung von Terminen zur Gesundheitsvorsorge, darunter auch die Krebsfrüherkennung, schon einmal aufgeschoben zu haben. „Das wichtige Thema Krebsvorsorge sollte man nicht vor sich herschieben“, kommentiert Prof. Thomas Seufferlein als Präsident der Deutschen Krebsgesellschaft die Ergebnisse. Zwischen vielen persönlichen Verpflichtungen landet die eigene Gesundheit eher auf den hinteren Plätzen der Prioritätenliste. Rund ein Fünftel der Befragten (19 Prozent) haben eine Vorsorgeuntersuchung schon über den empfohlenen Zeitpunkt hinaus aufgeschoben, obwohl rückblickend genug Zeit dafür war. Unter den befragten Männern ab 35 Jahren gaben sogar ganze 20 Prozent an, noch nie bei einer Vorsorgeuntersuchung gewesen zu sein.

Besonderer Anstoß nötig

Viele Menschen in Deutschland zögern also, bevor sie Termine zur Krebsvorsorge ausmachen oder diese wahrnehmen. Manche benötigen einen zusätzlichen Anstoß: Mehr als ein Drittel (36 Prozent) geht erst dann zur Krebsvorsorge, wenn ihnen ihre Hausärztin oder ihr Hausarzt das nahelegt. Entgegen ihren Befürchtungen fanden 75 Prozent der Befragten die Untersuchung rückblickend viel weniger schlimm, als sie sich diese vorgestellt hatten.

Erledigen kann befreiend sein

Dass die „Aufschieberitis“ nicht ratsam ist, sieht man an den negativen Folgen, die viele Befragte spüren: 40 Prozent gaben an, deswegen schon einmal an innerer Unruhe oder Angst gelitten zu haben. Etwas zu erledigen, kann einen positiven Effekt haben – das zeigt die Forsa-Umfrage ebenfalls. So fühlten sich 84 Prozent der Befragten ihren Angaben zufolge häufig befreit, wenn sie etwas lang Aufgeschobenes erledigt hatten. (ams)

Vorsorg-O-Mat hilft bei der Terminplanung

Anlässlich des ersten Tages der Krebsvorsorge Ende November 2022 hat die AOK ihren Vorsorg-O-Mat freigeschaltet. Gibt man in das Online-Tool sein Alter und sein Geschlecht ein, wird angezeigt, welche Krebsfrüherkennungs-Untersuchungen anstehen und was die jeweilige Vorsorge genau beinhaltet.

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