Ein Schild mit der Aufschrift „Bewohner mit Parkausweis frei“ kennzeichnet eine Zone mit Anwohnerparkberechtigungen in der Innenstadt. Niedersachsen ist eins von fünf Bundesländern, in denen es keine Obergrenze für Preise beim Anwohnerparken mehr gibt. Das geht aus einer Recherche der Deutschen Umwelthilfe hervor.

Ein Schild mit der Aufschrift „Bewohner mit Parkausweis frei“ kennzeichnet eine Zone mit Anwohnerparkberechtigungen in der Innenstadt. Niedersachsen ist eins von fünf Bundesländern, in denen es keine Obergrenze für Preise beim Anwohnerparken mehr gibt. Das geht aus einer Recherche der Deutschen Umwelthilfe hervor.

Foto: Philipp von Ditfurth/dpa

Deutschland und die Welt

Umwelthilfe fordert: Parken muss teurer werden

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Von nord24
25. April 2022 // 09:53

Wer in der Nähe seiner Wohnung parkt, soll bald deutlich mehr zahlen müssen - zumindest wenn es nach der Deutschen Umwelthilfe geht.

Mindestens 360 Euro

Der Verein fordert von den Bundesländern und Städten, dass die Gebühren fürs Anwohnerparken bundesweit auf mindestens 360 Euro pro Jahr steigen. Vielerorts dürften derzeit noch riesige SUVs für wenige Cent am Tag den öffentlichen Raum zustellen.

Pkw-Besitz soll hinterfragt werden

Viele Länder und Kommunen bremsten „angemessene Gebühren“ fürs Anwohnerparken aus - und damit auch die Mobilitätswende. Gebühren müssten so hoch sein, dass Menschen, die nicht auf ihr Auto angewiesen seien, ihren Pkw-Besitz hinterfragten. In vielen Wohngebieten vor allem in Großstädten ist das Parken nur mit einem Bewohnerparkausweis erlaubt. Anwohner sollen dadurch ihre Wohnung fußläufig erreichen können.

Vergleich zu Bus und Bahn

Verglichen mit den Kosten für Bus- und Bahntickets sei eine Gebühr für Anwohnerparkausweise von mindestens 360 Euro pro Jahr immer noch niedrig, meint die Deutsche Umwelthilfe (DUH). Eine Abfrage der Umwelthilfe habe ergeben, dass nur fünf Länder den Kommunen eine „angemessene Gebührenerhebung“ für Anwohnerparkausweise ermöglichten. Die Ergebnisse lagen der Deutschen Presse-Agentur vor. Kommunen wie Erfurt, Köln und Stuttgart hätten die Möglichkeit, höhere Gebühren zu verlangen, würden dies aber nach wie vor nicht tun, so die DUH.

Vorbild Freiburg und Tübingen

Als Vorbilder sieht die Umwelthilfe Regelungen in Freiburg und Tübingen. In Freiburg ist demnach eine durchschnittliche Gebühr in Höhe von 360 Euro pro Jahr vorgesehen. Für besonders große SUVs und Pick-ups werden laut DUH 480 Euro pro Jahr fällig. Tübingen verlange für besonders schwere „Stadtpanzer“ eine um 50 Prozent höhere Jahresgebühr als für Kleinwagen - nämlich 180 Euro.

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