Ein Waldbrand nähert sich dem antiken Olympia. Ein neuer Waldbrand in Griechenland gefährdet das Dorf Olympia auf der Halbinsel Peloponnes.

Dramatische Lage: Ein Waldbrand nähert sich dem antiken Olympia.

Foto: Giannis Spyrounis/dpa/ilialive.gr/AP

Deutschland und die Welt

Urlaubsregionen werden zu verkohlten Landschaften

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Von nord24
5. August 2021 // 06:49

In Italien, Griechenland und der Türkei verwandeln verheerende Brände Urlaubsregionen in verkohlte Landschaften.

Flammen nähern sich dem Dorf Olympia

Auf der griechischen Halbinsel Peloponnes näherten sich die Flammen in der Nacht zum Donnerstag dem Dorf Olympia und der berühmten antiken Stätte, wo vor den Spielen stets das Olympische Feuer entzündet wird. In vielen Gegenden am Mittelmeer wird auch für die kommende Woche höchste Brandgefahr vorausgesagt, Experten zufolge ist auch in den kommenden Tagen schon mit schweren Feuerschäden zu rechnen.

Griechische Kulturministerin richtet ein Krisenlager ein

Innerhalb von acht Stunden seien rund um Olympia sieben Brände ausgebrochen, sagte der Chef des griechischen Zivildienstes am Mittwochabend. Zahlreiche Feuerwehrleute kämpften gegen die Brände an, die griechische Kulturministerin hat ein Krisenlager im Museum des Unesco-Welterbes aufgeschlagen. Bulldozer zogen Gräben entlang des Geländes, um ein Übergreifen der Flammen zu verhindern.

Athen unter einer Rauchglocke

Landesweit seien innerhalb von 24 Stunden 161 Brände ausgebrochen, hieß es am Mittwochabend vom Zivilschutz. Ein Feuer im Norden Athens konnte zunächst weitgehend eingedämmt werden, auch dank nachlassender Winde. Die Stadt stand jedoch unter einer Rauchglocke.

Türkei: Großbrände können nicht unter Kontrolle gebracht werden

In der Türkei sei die Lage noch außergewöhnlicher. Nach offiziellen Angaben bekämpfte die Feuerwehr in der Türkei bisher über 160 Brände, von denen ein Großteil gelöscht worden sei. Doch Großbrände in den Provinzen Antalya und Mugla können seit Tagen nicht unter Kontrolle gebracht werden. Am Mittwoch griffen die Flammen in Milas (Mugla) zudem auf ein Kohlekraftwerk über. Laut Doganay Tolunay, Forstingenieur an der Istanbul-Universität, fielen bisher schätzungsweise mehr als 100.000 Hektar Land den Feuern zum Opfer. Allein in Mugla wurden bisher 2000 Häuser beschädigt, 16.000 Menschen mussten dem Innenministerium zufolge ihre Unterkünfte verlassen. In Antalya schätze man den Schaden noch deutlich höher. Bisher starben acht Menschen durch die Brände.

Waldbrände auch in Albanien, im Kosovo und in Italien

Auch bei Waldbränden in Albanien und im Kosovo kamen zwei Menschen ums Leben, in Bulgarien starben zwei Forstarbeiter bei Löschversuchen an der Grenze zu Griechenland. Auch in Italien kämpfte die Feuerwehr weiter gegen Flammen, etwa auf Sizilien in der Provinz Palermo. Dort wüten seit Tagen heftige Waldbrände. (dpa/mb)

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