Die Schüler der Oberschule Geestemünde bei der Gartenarbeit

Die Schüler der Oberschule Geestemünde freuen sich auf die Gartenarbeit.

Foto: Antje Schimanke

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Von der Schule auf den Acker

20. Juli 2021 // 14:29
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https://www.aok.de/pk/bremen/

Die Oberschule Geestemünde in Bremerhaven, es ist Montagvormittag. Wie jede Woche stürmen Andreia, Mohammed, Leonie und die anderen Mädchen und Jungen der sechsten Klasse in den Schulgarten.

Tomaten und Kartoffelkäfer - es gibt viel zu tun

Erst einmal beratschlagen die 20 Kinder mit ihrer Lehrerin Anne Mähnert: Was liegt an? Tomaten ausgeizen, Kartoffelkäfer absammeln, Wege hacken… Dann teilt die Lehrerin fünf Gruppen ein, die sich auf die insgesamt rund 110 Quadratmeter großen Beete mit Möhren, Kresse, Zucchini und vielen anderen Gemüsesorten verteilen – los geht’s.

Verein hilft bei der Umsetzung

„GemüseAckerdemie“ nennt sich das Bildungsprogramm, für das sich die 39-Jährige mit ihrer Schule bei dem gemeinnützigen Verein Ackerdemia beworben hat. „Im Frühjahr ging es mit der ersten Pflanzung los, seither pflegen die Mädchen und Jungen die Fläche jeweils eine Doppelstunde pro Woche“, berichtet Anne Mähnert. Dabei helfe der Verein mit viel Sachkunde und Material – von Jungpflanzen und Saatgut bis hin zu „AckerCoaches“, die bei den Pflanzarbeiten unterstützen. „Das ist eine riesige Hilfe.“

Umgang mit Lebensmitteln

Ziel des Vereins ist es, Kinder und Jugendliche für gesunde Ernährung, Natur und Nachhaltigkeit zu begeistern und ihnen beim Gemüseanbau etwa nahezubringen, woher Lebensmittel eigentlich kommen. Ein Konzept, das auch die AOK Bremen/Bremerhaven überzeugt. Darum fördert sie Schulen wie die OGS Geestemünde, damit sie an der fünfjährigen Programmphase teilnehmen können. Neben der Bremerhavener Schule gilt das für 14 Schulen im Land Bremen, sieben weitere werden folgen.

Praxis steht im Vorgergrund

Für das Lernen im Klassenzimmer erhalten die Lehrkräfte die „Ackerhefte“. Das umfangreiche Bildungsmaterial beschäftigt sich zum Beispiel mit Sortenvielfalt und Lebensmittelverschwendung. Doch jetzt, im Sommer, stehe die Praxis im Vordergrund, sagt Lehrerin Anne Mähnert, die unter anderem Mathematik und Biologie unterrichtet.

Auch anstrengende Arbeiten beliebt

„Besonders beliebt ist zum Beispiel das Gießen, das Mulchen hingegen weniger“, weiß sie aus Erfahrung. Manche Kinder hätten auch besondere Vorlieben, sagt Anne Mähnert und denkt dabei zum Beispiel an Samra. Sie fordere regelmäßig, „was Anstrengendes“ zu tun zu bekommen. Dann dürfe sie mit der Hacke den Boden in den Beeten lockern.

Ernte wird gemeinsam gefeiert

Bislang war die Ernte wegen räuberischer Kaninchen ausgefallen – ein Zaun verhindert das nun. Und so erntet die Klasse in diesen Tagen buchstäblich die ersten Früchte ihrer Arbeit. Die Zucchini zum Beispiel sind reif und kommen bei einem Grillfest auf den Rost, so Anne Mähnert. In den Sommerferien betreuen immer zwei Schüler den Acker.

Obstbäume warten auf Pflege

Wenn der Unterricht dann wieder losgeht, soll eine andere Gruppe die Arbeit übernehmen. Werden da ihre Schüler nicht traurig sein? „Die lernen dann Gehölzschnitt oder wie man Äpfel erntet und verwertet“, kündigt die Pädagogin an. Schließlich umfasse der Schulgarten noch weitere 900 Quadratmeter, auf denen viele Obstbäume und Obststräucher gedeihen. Und auch die brauchten gute Pflege. (iz)

Weitere Infos unter: aok.de/hb/schulen

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