Vorsorge und Früherkennung

Vorsorge und Früherkennung: Erst bei Beschwerden zu handeln, kann wertvolle Zeit kosten.

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Gesundheit
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Weltmännertag – Vorsorge und Früherkennung sollte man(n) ernst nehmen

18. Oktober 2021 // 00:00
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Seit dem Jahr 2000 gibt es den Weltmännertag: Immer am 3. November steht die Männergesundheit besonders im Fokus – und das aus gutem Grund. „Aus sehr unterschiedlichen Gründen nutzt nur etwa jeder fünfte Mann Angebote zur Vorsorge und Früherkennung. Dabei ist sie so wichtig: Wenn man(n) erst auf Beschwerden reagiert, wird wertvolle Zeit verschenkt“, erklärt Dr. Marius Bolten, Chefarzt der Klinik für Urologie und Kinderurologie am AMEOS Klinikum Seepark Geestland.

Am 3. November Fokus auf Männergesundheit

Angst ist für Männer kein Thema, sie sind enorm leistungsfähig und krank werden sie sowieso nicht – das scheinen viele Männer zu denken, entsprechend wenig kümmern sich viele um ihre Gesundheit. Die Realität ist jedoch eine andere: Prostatakrebs zum Beispiel ist die häufigste Krebsart bei Männern und verursacht bei ihnen nach Lungenkrebs die meisten krebsbedingten Todesfälle bei Männern. „Das durchschnittliche Erkrankungsalter liegt bei etwa 70 Jahren. Die Früherkennung startet aber deutlich früher: Ab 45 Jahren können Männer jährlich eine Tastuntersuchung in Anspruch nehmen. Die Kosten der Untersuchung tragen die Krankenkassen“, erklärt Dr. Marius Bolten.

Untersuchungen wichtig für Früherkennung

Bei der Früherkennung wird zunächst mit Ultraschall das urogenitale System (Nieren, die Harnleiter, die Harnblase und die Harnröhre) untersucht. Im Rahmen einer Tastuntersuchung werden Hoden und Penis sowie Lymphknoten und Haut in der Leiste abgetastet. „Die eigentliche rektale Tastuntersuchung findet in entspannter Seitenlage statt und dauert in der Regel nur Sekunden“, beruhigt der Chefarzt. Ergänzend kann über einen einfachen Labor-Bluttest der PSA-Wert bestimmt werden. PSA steht für „Prostata- spezifisches Antigen“. Krebszellen produzieren bis zu zehnmal mehr PSA als gesunde Zellen. Liegt der Wert über der Norm, empfehlen Experten weitere Untersuchungen, etwa bildgebende Verfahren und – bei entsprechender Verdachtslage – auch eine Gewebeentnahme (Biopsie), die von Pathologen auf Krebszellen im Labor untersucht wird.

Nicht erst bei Beschwerden reagieren

Wenn Männer Probleme bemerken – etwa beim Wasserlassen oder beim Samenerguss, beides kann auf eine vergrößerte Prostata hinweisen – sind die Beschwerden schon meist weit fortgeschritten. Jeder vierte Mann über 50 Jahren leidet unter Prostatabeschwerden. Die Häufigkeit steigt mit dem Alter an. „Oft ist die Vergrößerung gutartig, manchmal können sich aber auch bösartige Tumore bilden. Wird die Erkrankung frühzeitig erkannt und behandelt, sind die Heilungschancen gut. Die genauen Ursachen der Erkrankung sind unbekannt, jedoch scheinen Alter sowie genetische und hormonelle Faktoren einen Einfluss zu haben. Aber auch unausgewogene Ernährung, Rauchen und Übergewicht spielen eine Rolle“, erklärt Dr. Marius Bolten.

Fachbereiche kooperieren für Rundum-Versorgung

Im von der Deutschen Krebsgesellschaft regelmäßig zertifizierten Prostatakarzinomzentrum am AMEOS Klinikum Seepark Geestland kooperieren sämtliche relevanten medizinischen Fachbereiche zur optimalen Versorgung von Prostatakrebs-Betroffenen. Durch die Vernetzung von urologischen, strahlentherapeutischen, onkologischen und pathologischen Experten wird die bestmögliche Therapieform individuell ermittelt und umgesetzt – damit man(n) gesund bleibt oder möglichst schnell wieder wird.

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