Mit einem groß angelegten Zehnjahresplan will Facebook seine Stellung als führende Kommunikationsplattform ausbauen. Als erster Schritt soll der Messenger von Facebook für Unternehmen geöffnet werden, damit die User darüber einkaufen und bezahlen können.

Mit einem groß angelegten Zehnjahresplan will Facebook seine Stellung als führende Kommunikationsplattform ausbauen. Als erster Schritt soll der Messenger von Facebook für Unternehmen geöffnet werden, damit die User darüber einkaufen und bezahlen können.

Foto: Büttner/dpa

Netzwelt

Blumen kaufen über den Facebook-Messenger

Von nord24
13. April 2016 // 12:58

Facebook führt Innovationen ein, die seine 1,6 Milliarden Nutzer noch länger auf der Plattform des Online-Netzwerks halten sollen. So bekommen Unternehmen die Möglichkeit, mit ihren Kunden über den Kurzmitteilungsdienst Messenger zu chatten. Live-Videos können künftig auch direkt von vernetzten Kameras zum Beispiel auf Drohnen übertragen werden.

Chatbots übernehmen künftig die Arbeit

Facebook-Chef Mark Zuckerberg demonstrierte am Dienstag in San Francisco, wie man in einem Dialog innerhalb des Messengers Blumen bestellen oder Nachrichten von CNN abrufen kann. Wie erwartet startet das Online-Netzwerk dafür eine Plattform, über die Unternehmen eigene sogenannte Chatbots für den Kurzmitteilungsdienst aufsetzen können. So wird Software genannt, die sich mit Menschen unterhalten kann.

Schuhe kaufen mit dem Messenger

Messenger-Chef David Marcus spielte im Detail durch, wie man im Messenger zum Beispiel Schuhe kauft. Der Chatbot eines Online-Händlers fragte zunächst nach der Art des Schuhs, dann nach der Preisspanne und anschließend wurde eine Galerie von Modellen zur Auswahl angezeigt. Auch bezahlt wird, ohne den Messenger zu verlassen.
"Sie werden mehr Geld ausgeben als Ihnen lieb ist", scherzte Messenger-Chef David Marcus.
Der Messenger überschritt jüngst die Marke von 900 Millionen Nutzern. Zu Facebook gehört auch der Kurzmitteilungsdienst WhatsApp, der über eine Milliarde Nutzer hat. Über beide zusammen würden pro Tag mehr als 60 Milliarden Nachrichten umgeschlagen, bei der SMS seien es in der Spitze insgesamt nur 20 Milliarden täglich gewesen. Facebook hatte bereits angekündigt, dass die Kurzmitteilungsdienste mit Dienstleistungen für Unternehmen Geld verdienen sollen.

360-Grad-Kamera von Facebook

Eine weitere Ankündigung zum Auftakt von Facebooks Entwicklerkonferenz F8 war das Konzept einer 360-Grad-Kamera, die mit 17 Objektiven zwei Stunden Video in hoher Qualität aufzeichnen kann. Facebook wolle nicht selbst Kamerahersteller werden, sondern werde die Hardware-Pläne für das rund 30.000 Dollar teure Gerät und die nötige Software kostenlos veröffentlichen, sagte Produktchef Chris Cox. (dpa)

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