Ein guter Virenschutz ist meist nicht zum Nulltarif zu haben. Wer im Netz sicher surfen will, muss schon ein paar Euro ausgeben.

Ein guter Virenschutz ist meist nicht zum Nulltarif zu haben. Wer im Netz sicher surfen will, muss schon ein paar Euro ausgeben.

Foto: Stache

Netzwelt

Computerviren: Sicherheit gibt es nicht umsonst

Von nord24
8. April 2016 // 16:36

Im Februar legte das Schadprogramm Locky zehntausende Rechner lahm, darunter auch in Krankenhäusern und Gemeindeverwaltungen. Das Programm verschlüsselte persönliche Dateien - nur gegen Lösegeld konnten Besitzer diese wieder entsperren. Das zeigt einmal wieder: Ein guter und aktueller Schutz vor Online-Bedrohungen ist unerlässlich. Reichen da kostenlose Programme aus - oder sollte man doch lieber ein paar Eure investieren.

Kostenlose Programme bieten nur einen Teil der Funktionen

30 Euro oder mehr pro Jahr gegen ein kostenloses Angebot: Mit Blick auf den Geldbeutel ist die Wahl für den Nutzer einfach. Doch die Rechnung geht nicht so leicht auf: "Kostenlose Programme sind nur Wächter - sie bieten nur Virenschutz, aber keinen Spamschutz und keine Firewall", erklärt Peter Knaak von der Stiftung Warentest.

Wer zahlt, kann sich auch vor Account-Dieben schützen

Wer bereit ist zu zahlen, erhält mehr: "Eine kostenpflichtige Security Suite bietet neben der Virenabwehr auch weitere Zusatzfunktionen. Oft gibt es Funktionen zur Datensicherung - etwa in die Cloud-, zur Systemoptimierung und zum Schutz vor Account-Diebstahl", erklärt Andreas Marx vom AV-Test-Institut. "Kostenlose schützen besser als die Windows-eigenen Schutzprogramme, sind vor allem im Netzwerk aber schwächer als gute Bezahlprogramme", betont Virenschutz-Tester Peter Knaak. Es fehlen hier wesentliche Funktionen wie eine Firewall, Browserschutz oder Spamfilter.

Vorsicht bei Mailanhängen

Deswegen gilt: "Nutzer müssen bei kostenlosen Angeboten noch aufmerksamer als sonst mit Mailanhängen umgehen und sich beim Browsen zurückhalten", betont der Experte. Außerdem rät er dazu, die eigenen Daten möglichst häufig zu sichern - falls mal ein Schädling durch die Abwehr schlüpft.

Meist ist Werbung beim kostenloses Virenschutz mit dabei

Finanziert werden die kostenlosen Virenschützer häufig durch Werbung. Wer bei der Installation nicht aufpasst, installiert schnell Zusatzprogramme wie Toolbars für den Browser. Diese erfüllen laut Andreas Marx zwei Zwecke: "Zum einen dienen sie als Quelle für die Finanzierung der Produkte wie durch Werbung, zum anderen enthalten sie natürlich die gesamten Browserschutz-Komponenten." Wenn der Nutzer eine bösartige oder verdächtige Webseite ansurft, dann schlagen die Toolbars Alarm.

Gratis-Schutz ist meist nur "befriedigend"

Vergleicht man die Funktionen von kostenlosen und kostenpflichtigen Programmen im Detail, ist das Ergebnis eindeutig. In einem aktuellen Test der Stiftung Warentest ("test", Ausgabe 04/2016) von 17 Sicherheitsprogrammen, darunter drei kostenlose und der Windows Defender schnitten Bezahlprogramme deutlich besser ab. Die Gratisprogramme erhalten durchgehend nur die Note "befriedigend". "Wer sparen will, ist mit den Gratisprogrammen von AVG, Avira und Avast etwas besser geschützt als mit Windows Defender und Firewall", so das Fazit des Tests. Warentester Peter Knaak empfiehlt AVG AntiVirus Free als beste Option.

Bezahlprogramm schützen am besten

Gute Bezahlprogramme hingegen schützen am besten. Testsieger ist Bullguard Internet Security 2016 (60 Euro pro Jahr), das bereits die Jahreslizenz für drei Rechner enthält. Für PCs ohne Netzwerk empfiehlt Knaak Eset für 35 Euro. "Es ist preiswert, gut und vielseitig, bietet Browserschutz und eignet sich als Rettungsmedium." (dpa)

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