Mehrere Bundesländer fordern inzwischen eine gesetzliche Pflicht für Soziale Netzwerke zur schnellen Herausgabe sensibler Daten bei Terrorverdacht.

Mehrere Bundesländer fordern inzwischen eine gesetzliche Pflicht für Soziale Netzwerke zur schnellen Herausgabe sensibler Daten bei Terrorverdacht.

Foto: Weigel/dpa

Netzwelt

De Maizière will mit Facebook über Nutzerdaten sprechen

Von Regina Kahle
13. August 2016 // 22:00

Bundesinnenminister Thomas de Maizière will mit Facebook über die Herausgabe von Nutzerdaten von Terrorverdächtigen sprechen. "Die anlassbezogene Kooperation der Bundessicherheitsbehörden mit Facebook in den Bereichen Islamismus und Extremismus bewerte ich als durchaus positiv."

Mit Vertretern von Facebook zusammensetzen

Ich werde mich aber demnächst mit Vertretern von Facebook zusammensetzen, um die Vorwürfe der Länder zu erörtern", sagte der CDU-Politiker. Es gelte der Grundsatz: Wenn Gefahr in Verzug sei, wenn Straftäter gesucht würden, müssten alle kooperieren.

Netzwerke sollen Nutzerdaten herausgeben

Behörden einiger Bundesländer hatten Facebook vorgeworfen, Anfragen nach Daten Verdächtiger nur zögerlich oder gar nicht zu beantworten. Mehrere Bundesländer fordern inzwischen eine gesetzliche Pflicht für Soziale Netzwerke zur schnellen Herausgabe sensibler Daten. Dabei geht es auch um Auskünfte zu Tatverdächtigen und mögliche terroristische Anschlagsplanungen. Facebook hatte jüngst die Auffassung vertreten, etliche Behördenanfragen seien so fehlerhaft, dass sie nicht bearbeitet werden könnten.    

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