Die deutsche Angst vor "Big Data"

Viele Deutsche sind beim Thema "Big Data" sehr skeptisch.

Netzwelt

Die deutsche Angst vor "Big Data"

Von nord24
18. Januar 2016 // 17:09

"Big Data" zählt zu den Hoffnungsträgern der Wirtschaft, doch die Nutzer in Europa stehen dem Sammeln und Auswerten großer Datenmengen überwiegend skeptisch gegenüber. Einer aktuellen Studie des Vodafone Instituts zufolge sehen 51 Prozent der Befragten in der Analyse der Datenmengen aus digitalen Diensten mehr Nach- als Vorteile. Besonders die Deutschen sind kritisch beim Thema "Big Data". Hierzulande sehen 62 Prozent mehr Nachteile in der Nutzung solcher Daten. Kritik entzündet sich vor allem an mangelnder Transparenz und geringer Kontrolle über die eigenen Daten. Auch unverständliche Geschäftsbedingungen (AGB) stehen in der Kritik.

Hoffnung auf Fortschritte in der Medizin durch "Big Data"

Am ehesten können sich die Menschen in Europa eine positive Nutzung im Gesundheitsbereich vorstellen, ergab die Studie. So gaben 65 Prozent der Befragten an, sich vorstellen zu können, dass ihre Daten für eine bessere Behandlung von Krankheiten gesammelt und ausgewertet werden. In Deutschland fänden das allerdings nur 42 Prozent der Befragten gut. Europaweit wären dagegen im Schnitt sogar noch 53 Prozent der Befragten selbst mit einer nicht anonymisierten Datensammlung einversanden, sofern dies der eigenen Heilung oder der Heilung anderer zugutekommen würde. Die Studie ist nach Angaben des Vodafone Instituts für Gesellschaft und Kommunikation eine der bisher umfangreichsten Studien zum Thema Big Data und Schutz der Privatsphäre. Insgesamt wurden dafür von August bis September 2015 über 8000 Menschen in acht Ländern befragt. Wie die Menschen mit ihren Daten umgehen, hat Vodafone auch anhand einer Video-Umfrage gezeigt: Das könnte Sie auch noch interessieren: Google zeigt Andrang im Klimahaus Die häufigsten "Warum"-Fragen bei Google „Smombie“ ist das Jugendwort des Jahres