Das Foto von Tess Asplund geht um die Welt. Hier ist es in der britischen Tageszeitung "The Guardian" zu sehen.

Das Foto von Tess Asplund geht um die Welt. Hier ist es in der britischen Tageszeitung "The Guardian" zu sehen.

Foto: Bentele/dpa

Netzwelt

Kampft gegen Rassismus: Das Foto von Tess Asplund geht um die Welt

Von nord24
6. Mai 2016 // 10:30

Mit erhobener Faust stellte sich eine dunkelhäutige Frau in Schweden einer Neonazi-Demo in den Weg - nun geht das Foto der 42-jährigen Tess Asplund als Symbol gegen Rassismus um die Welt.

"Meine Nelson-Mandela-Faust"

"Es war meine Nelson-Mandela-Faust", sagte die Aktivistin dem schwedischen Fernsehsender AftonblaDet TV. Der frühere südafrikanische Anti-Apartheid-Kämpfer Mandela (1918-2013) sei für sie immer eine große Inspiration gewesen. Ihr unerschrockenes Auftreten machte Asplund nun zum Social-Media-Star. https://twitter.com/davidlagerlof/status/727364334704316416

"Ich wurde wahnsinnig und stinksauer"

Asplund, die sich in Schweden in Antirassismus- und Asylrechtsgruppen engagiert, war am 1. Mai nach Borlänge rund 200 Kilometer nordwestlich von Stockholm zu einer Demonstration gegen den Marsch der "Nordischen Widerstandsbewegung" gereist. "Ich wurde wahnsinnig und stinksauer, die sollten dort nicht marschieren", sagte sie dem Sender. Auf dem Foto sieht man sie vis-à-vis von drei Männern in weißen Hemden. Die Szene dauerte nur wenige Sekunden, bevor die Polizei die Frau beiseite schob.

"Überrascht und erschüttert"

Asplund sagte, sie sei "überrascht und erschüttert" über das große Interesse an dem Foto. Sie hoffe aber, dass es noch mehr Menschen inspirieren werde, gegen den Rassismus aufzustehen. Zu den Bewunderern von Asplung gehört auch die Harry Potter-Autorin J.K. Rowling.

Erinnerungen an den "Tank Man"

Das Foto weckt Erinnerungen an den "Tank Man". Während des Massakers am Platz des himmlischen Friedens 1989 in Peking stellte sich ein unbekannter Mann mit Plastiktüten in der Hand vor auffahrende Panzer. Das Bild wurde zur Ikone für zivilen Ungehorsam und ging um die Welt. (dpa/msr)

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