Bei den 10 bis 19-Jährigen ist Snapchat hoch im Kurs und sogar angesagter als Facebook.

Bei den 10 bis 19-Jährigen ist Snapchat hoch im Kurs und sogar angesagter als Facebook.

Foto: Warnecke/dpa

Netzwelt

Snapchat ist der Jugend-Trend der Stunde

Von nord24
11. Mai 2016 // 14:15

Snapchat ist ein digitales Phänomen. Vor allem bei Jugendlichen liegt die App, bei der die verschickten Fotos und Videos nach Sekunden wieder gelöscht werden, hoch im Kurs. Die Wissenschaft hat den digitalen Hype um die App unter die Lupe genommen.  Mehr als 130 Millionen Menschen nutzen weltweit Snapchat. Laut einer Umfrage des Magazins "Bravo" hat Snapchat bei jungen Nutzern inzwischen Facebook hinter sich gelassen. So zählt die Anwendung für 35 Prozent der Befragten zwischen 10 und 19 Jahren zu den drei meistgenutzten Social Media Apps, Facebook kam auf 32 Prozent und landete damit auf Rang fünf.

"Bei Snapchat muss man sich keine Gedanken machen, ob man auf einem Foto hässlich wirkt"

Zum Vergleich: Im Vorjahr lag Snapchat noch bei 17 und Facebook bei 40 Prozent. An der Spitze liegt aktuell WhatsApp (91 Prozent) vor YouTube (56) und Instagram (52). Sind es Spontanität und Kurzlebigkeit, die Snapchat auszeichnen? Auf dieses Ergebnis kamen im Herbst 2015 US-Forscher der Universität Michigan. Demnach rufen die dortigen Interaktionen mehr positive Emotionen hervor, als bei anderen Social-Media-Apps. Dazu Joseph Beyer, Hauptautor der Studie:
Snapchat wird typischerweise für die spontane Kommunikation mit engen Freunden verwendet, auf eine neue und meist angenehmere Art. Nutzer müssten sich weniger Gedanken um ihre Selbstpräsentation machen, etwa ob sie auf einem Foto hässlich wirkten.
Evan Spiegel rief Snapchat 2011 gemeinsam mit Robert Murphy in Los Angeles ins Leben. Die Besonderheit war von Beginn an die sekundenkurze "Lebenszeit" der Fotos. Zwar kann der Empfänger theoretisch ein Screenshot machen, der Absender wird aber darüber informiert - und es ist eine Art ungeschriebenes Gesetz, das nicht zu tun. Teenager nutzten die Anwendung, um Nacktfotos zu verschicken, weshalb sie zunächst den Ruf einer "Sexting"-App hatte.

Facebook wollte Snapchat für 3 Milliarden Dollar übernehmen

Facebook erkannte früh das Potential: Bereits 2013 wollte Mark Zuckerberg Snapchat für drei Milliarden Dollar übernehmen, doch das Start-up lehnte ab. Derweil entwickelt sich der kleine Konkurrent immer mehr zum Angstgegner - besonders in dem für Zuckerberg so wichtigem Videobereich. (dpa)

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