Ein Senior geht im Kreisimpfzentrum in der Oberschwabenhalle zu den Impfstraßen. Am Morgen hatte das Kreisimpfzentrum in der Oberschwabenhalle aufgemacht.

Impfzentren könnten Corona-Skeptiker anlocken.

Foto: Felix Kästle/dpa (Symbolfoto)

Politik

Corona: Angriffe auf Impfzentren befürchtet

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Von nord24
24. Januar 2021 // 15:27

Die Bundesregierung stellt sich auf mögliche Angriffe auf Impfzentren, Impfstofftransporte oder auch Hersteller von Corona-Impfstoffen ein.

Es bestehe eine „abstrakte Gefährdung“

Zwar gebe es bisher keine konkreten Hinweise darauf, aber es bestehe wegen „der großen medialen Präsenz sowie der hohen Dynamik und Emotionalität“ des Themas eine „abstrakte Gefährdung“ der genannten Einrichtungen, heißt es in einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion.

Proteste von Impfgegnern, Corona-Skeptikern und Verschwörungstheoretikern nicht auszuschließen

„In diesem Zusammenhang sind insbesondere Proteste von Impfgegnern, Corona-Skeptikern und Verschwörungstheoretikern auch an Standorten der Produktionsfirmen, der Impfzentren und der Impfstoff-Lagerstätten einzukalkulieren“, heißt es in dem Schreiben des Ministeriums. Personen könnten versuchen, in die Einrichtungen einzudringen, um ihrem Protest Nachdruck zu verleihen. „Dies könnte eskalierend mit Sachbeschädigungen in den Gebäuden einhergehen. In Einzelfällen könnte es bei Aufeinandertreffen mit dem beschäftigten Personal oder den Impfempfängern zu auch strafrechtlich relevanten physischen Übergriffen kommen.“

Versammlungsaufrufe über Telegram

Beim Kommunikationsdienst Telegram sei bereits in verschiedenen unter dem Namen „D-Day 2.0“ laufenden Gruppen erwogen worden, sich vor Impfzentren zu versammeln. Informationen über tatsächliche Versammlungen gebe es aber noch nicht.

Bundesregierung sieht Gefahr von Cyberangriffen

Die Bundesregierung stuft zudem die Gefahr von Cyberangriffen auf die Impf-Einrichtungen als hoch ein. Forschungseinrichtungen für Impfstoffe oder Produktionsstätten seien zudem potenzielle Ziele für Spionage und Sabotage durch fremde Nachrichtendienste. (dpa/mb)

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