Ein Sanitäter behandelt einen Covid-19-Patienten auf der Intensivstation des Allgemeinen Universitätsklinikums in Prag. Die Zahl der Corona-Fälle in Tschechien steigt weiter an.

Ein Sanitäter behandelt einen Covid-19-Patienten auf der Intensivstation des Allgemeinen Universitätsklinikums in Prag. Die Zahl der Corona-Fälle in Tschechien steigt weiter an.

Foto: Ondøej Deml/CTK/dpa

Politik

Corona-Notstand in Tschechien

Von nord24
5. Oktober 2020 // 07:07

In Tschechien ist um Mitternacht in der Nacht zum Montag erneut ein nationaler Notstand in Kraft getreten. Die Regierung unter Ministerpräsident Andrej Babis hatte die Ausrufung des Ausnahmezustands wegen eines „raketenhaften Anstiegs“ bei den Corona-Zahlen beschlossen. Er ermöglicht es der Regierung unter anderem, Bürgerrechte wie die Versammlungsfreiheit einzuschränken und Maßnahmen ohne Zustimmung des Parlaments zu treffen.

Tschechien: Grenzen sollen offen bleiben

Der Notstand galt bereits von Mitte März bis Mitte Mai. Anders als im Frühjahr sollen die Grenzen diesmal offen bleiben. Für Veranstaltungen und Versammlungen gilt eine maximale Teilnehmerzahl von zehn Personen in Innenräumen und 20 im Freien. Der Profisport muss ohne Zuschauer auskommen. Es gibt zahlreiche Ausnahmen. Firmen und Geschäfte sind nicht betroffen.

Das Auswärtige Amt hat eine Reisewarnung ausgesprochen

Zuletzt war am Freitag mit 3792 Fällen ein neuer Höchststand bei den täglichen Corona-Neuinfektionen erreicht worden. Laut der EU-Behörde ECDC wurden in Tschechien in den vergangenen 14 Tagen durchschnittlich 303,3 Personen pro 100.000 Einwohner mit dem Virus infiziert. Nur Spanien (319,3) schneidet hier derzeit schlechter ab. Das Auswärtige Amt in Berlin hat eine Reisewarnung für ganz Tschechien ausgesprochen.

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