Elke Twesten im Scheinwerferlicht. Der Wechsel der Politikerin aus Scheeßel von den Grünen zur CDU brachte die rot-grüne Landesregierung in Hannover zu Fall.

Elke Twesten im Scheinwerferlicht. Der Wechsel der Politikerin aus Scheeßel von den Grünen zur CDU brachte die rot-grüne Landesregierung in Hannover zu Fall.

Foto: Hollemann/dpa

Politik

Elke Twesten bereut Wechsel von den Grünen zur CDU nicht

Von Michael Evers
3. August 2020 // 08:05

Drei Jahre nach ihrem spektakulären Wechsel von den Grünen zur CDU steht die ehemalige Landtagsabgeordnete Elke Twesten aus Scheeßel zu ihrem Schritt.

„Für mich war diese Entscheidung keine, die ich aus dem Handgelenk gezaubert habe. Aber sie war notwendig“, sagte Twesten in Scheeßel. „Denn wenn einem die Politik der CDU sowieso nahesteht, dann war natürlich die Überlegung in dieser Hinsicht auch nicht so neu und nicht so überraschend für mich.“

Hoffnung auf stabile Mehrheiten

Für die kommende Landtagswahl 2022 hat Twesten zwar keine Wunschkoalition vor Augen, meint aber: „Ich wünsche der zukünftigen Regierung eine stabile Mehrheit, damit Abgeordnete frei von inneren und äußeren Zwängen ihrem eigenen Gewissen folgend entscheiden können.“

Frauenpolitik als Herzenssache

Nach wie vor macht Twesten sich für die Rechte und die Beteiligung von Frauen stark. „Von wirklicher gleichberechtigter Ausübung von Macht und Einfluss sind übrigens alle Parteien, egal welcher Couleur, immer noch meilenweit entfernt“, sagte sie. Nötig sei eine Quote, auf deren Verletzung Sanktionen folgen.

Wechsel kostete Rot-Grün in Hannover die Mehrheit

Durch Twestens Wechsel im August 2017 verlor die rot-grüne Regierung von Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) ihre Ein-Stimmen-Mehrheit. Auf die Neuwahl vom Oktober 2017 folgte eine große Koalition von SPD und CDU unter Weils Führung.

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