Joe Biden, Präsidentschaftskandidat der Demokraten, steht neben seiner Ehefrau Jill Biden und spricht zu seinen Anhängern.

Joe Biden, Präsidentschaftskandidat der Demokraten, steht neben seiner Ehefrau Jill Biden und spricht zu seinen Anhängern.

Foto: Andrew Harnik/AP/dpa

Politik

Entscheidung im Rennen um das Weiße Haus noch offen

Von nord24
4. November 2020 // 07:27

Nach der Präsidentschaftswahl in den USA haben sich beide Kandidaten siegessicher gegeben, obwohl das Ergebnis noch nicht klar war. Amtsinhaber Donald Trump sprach am Mittwochmorgen (Ortszeit) auf Twitter von einem „großen Gewinn“ und warf seinen politischen Gegnern vor, sie versuchten, „die Wahl zu stehlen“. Der Kurznachrichten-Dienst fügte diesem Tweet einen Warnhinweis hinzu. Herausforderer Joe Biden sagte: „Wir glauben, dass wir auf dem Weg sind, diese Wahl zu gewinnen.“

Biden ruft zur Geduld auf

Der Demokrat rief seine Anhänger zur Geduld auf. Es könne womöglich noch dauern, bis ein Ergebnis im Rennen zwischen ihm und Trump feststehen werde. „Es ist nicht vorbei, bevor nicht jede Stimme gezählt wurde“, betonte Biden in seiner Heimatstadt Wilmington im US-Bundesstaat Delaware.

Trump gewinnt erneut in Florida

Nach einer langen Wahlnacht stand das Ergebnis in mehreren US-Staaten noch aus, darunter auch im besonders heftig umkämpften Mittleren Westen. Trumps Herausforderer Biden konnte zum Teil besser abschneiden als Hillary Clinton vor vier Jahren, verfehlte aber den in seiner Demokratischen Partei erhofften klaren Wahlsieg. So konnte Trump wie vor Jahren erneut in Florida, Texas, Ohio und Iowa gewinnen.

Staaten im Mittleren Westen von großer Bedeutung

Wie schon vor vier Jahren dürfte sich die Präsidentschaftswahl in den Staaten des Mittleren Westens entscheiden. In Pennsylvania, Michigan und Wisconsin kam es jedoch nicht zuletzt wegen unterschiedlicher Regelungen im Umgang mit Briefwahlstimmen zu Verzögerungen bei der Auszählung.

Trump kommt bei den Latinos an

Im bevölkerungsreichen Florida, wo 29 Wahlleute zu vergeben waren, schnitt Trump nach ersten Analysen von US-Medien vor allem in Bezirken mit hohem Latino-Anteil gut ab. Im Bezirk Miami-Dade erzielte Biden weniger Stimmen als erhofft - möglicherweise waren bei Bürgern mit kubanischer Herkunft Trumps wiederholte Warnungen vor vermeintlich sozialistischen Bestrebungen in der Demokratischen Partei wirksam.

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