Zwei leere Gläser auf einem Tresen.

In der Gastronomie bleiben im November die Gläser leer.

Foto: Guido Kirchner/dpa

Politik

Gastronomen kritisieren zweiten Lockdown

Von nord24
29. Oktober 2020 // 08:09

Der Teil-Lockdown ab kommender Woche in Deutschland stößt in der Hotel- und Gastronomie-Branche auf Unverständnis. „Viele Unternehmer der Hotellerie und Gastronomie schwanken zwischen Wut und Verzweiflung“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes „Die Familienunternehmer“, Albrecht von der Hagen.

Dehoga warnt vor vielen Pleiten

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) warnte, Zehntausenden Unternehmen drohe ohne umfassende finanzielle Hilfen die Pleite. Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki (FDP) forderte die betroffenen Unternehmen zu rechtlichen Schritten auf. Kanzlerin Angela Merkel will an diesem Donnerstag in einer Regierungserklärung die Corona-Politik der Bundesregierung erläutern.

Es wird eine „umfassende Entschädigungshilfe“ gefordert

Dehoga-Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges warnte vor dem Aus für zahlreiche Betriebe. „Durch den zweiten Lockdown wird ein Drittel der 245.000 Betriebe den Winter nicht überstehen. Ohne umfassende Entschädigungshilfe droht ihnen die Pleite“, sagte sie den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Viele Unternehmen zögen bereits eine Klage in Betracht.

Wirtschaftsauskunftei warnt ebenfalls vor Pleitewelle

Die Wirtschaftsauskunftei Crif Bürgel warnte vor einer Pleitewelle. Stand Ende Oktober seien mehr als 8300 Restaurants, Gaststätten, Imbisse und Cafés in Deutschland insolvenzgefährdet, heißt es in einer Analyse, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Das seien 14,5 Prozent der untersuchten Betriebe.

Gewerkschaft weist auf Lohneinbußen bei den Beschäftigten hin

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten forderte eine stärkere finanzielle Unterstützung der Beschäftigten, die jetzt in die Kurzarbeit müssen. „Die angekündigten Finanzhilfen von zehn Milliarden Euro für November sollte auch dafür genutzt werden, die Lohneinbußen der Beschäftigten auszugleichen, die in Kurzarbeit geschickt werden“, sagte der NGG-Vorsitzende Guido Zeitler.

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