Nikolas Löbel (CDU) spricht bei der Plenarsitzung des Deutschen Bundestages.

Nikolas Löbel tritt den Rückzug an.

Foto: Jörg Carstensen/dpa

Politik

Maskenaffäre: CDU-Abgeordneter Löbel zieht sich zurück

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Von nord24
7. März 2021 // 13:47

Die Affäre um fragwürdige Geschäfte bei der Beschaffung von Corona-Masken kostet einen weiteren Bundestagsabgeordneten der Union die politische Karriere.

Nikolas Löbel verlässt CDU/CSU-Bundestagsfraktion

Nach dem bereits angekündigten Rückzug des bisherigen Fraktionsvizechefs Georg Nüßlein (CSU) setzte nun auch der unionsintern schwer unter Druck geratene Mannheimer CDU-Parlamentarier Nikolas Löbel seiner Laufbahn ein vorläufiges Ende. Löbel kündigte am Sonntag an, sein Bundestagsmandat Ende August niederzulegen und auch nicht - wie geplant - für den nächsten Bundestag zu kandidieren. Zugleich werde er seine Mitgliedschaft in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion sofort beenden.

Löbels Firma kassierte Provisionen von rund 250.000 Euro

Löbel hatte am Freitag eine Beteiligung an umstrittenen Geschäften mit Corona-Schutzmasken eingeräumt. Löbels Firma kassierte demnach Provisionen von rund 250.000 Euro, weil sie Kaufverträge über Masken zwischen einem baden-württembergischen Lieferanten und zwei Privatunternehmen in Heidelberg und Mannheim vermittelt hatte. Löbel räumte daraufhin zwar schnell Fehler ein, zog sich zunächst aber nur aus dem Auswärtigen Ausschuss des Bundestags zurück.

Der Druck stieg weiter

Doch das reichte seinen Kritikern auch innerhalb der Union nicht. Eine Woche vor den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz stieg der Druck auf Löbel, schnell weitere persönliche Konsequenzen aus der Affäre zu ziehen, binnen Stunden erheblich. Selbst prominente Unionspolitiker forderten Löbel mit teils drastischem Vokabular öffentlich zum Rückzug auf - wohl auch, um dem Eindruck entgegenzuwirken, man dulde Löbels Verhalten. (dpa/mb)

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