Hunderte Anhänger von Präsident Lukaschenko versammeln sich zu einer Kundgebung auf dem Unabhängigkeitsplatz in Minsk und halten eine riesige Nationalflagge.

Hunderte Anhänger von Präsident Lukaschenko versammeln sich zu einer Kundgebung auf dem Unabhängigkeitsplatz in Minsk und halten eine riesige Nationalflagge.

Foto: Sergei Grits/AP/dpa

Politik

Massenproteste in Belarus: Lukaschenko bleibt hart

Von nord24
16. August 2020 // 17:46

Ungeachtet neuer Massenproteste in Belarus (Weißrussland) kämpft Staatschef Alexander Lukaschenko weiter um seine Macht. „Ich werde es nicht zulassen, dass unser Land aufgegeben wird, selbst wenn ich tot bin“, sagte er am Sonntag bei einer Rede in der Hauptstadt Minsk.

Russland sichert Beistand zu

Erstmals seit Beginn der Demonstrationen gegen den Präsidenten versammelten sich seine Unterstützer. Dabei wurden aber deutlich weniger Menschen gezählt als bei den Aktionen der Opposition. Russland sicherte indes seinem Nachbarn und Verbündeten Belarus Beistand im Ernstfall zu.

Lukaschenko telefonierte mit Putin

Lukaschenko telefonierte am Wochenende gleich zweimal mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. Während sich der Kreml am Samstag noch zurückhaltend äußerte, fiel die Mitteilung am Sonntag deutlicher aus: Russland habe seine Bereitschaft bekräftigt, „die erforderliche Hilfe bei der Lösung auftretender Probleme zu leisten“, hieß es. Eine russische Militärintervention zur Unterstützung Lukaschenkos hält der belarussische Analyst Artjom Schraibman aber für äußerst unwahrscheinlich. „Russland rettet keine stürzenden Regimes mit Streitkräften“, erklärte er in der Nacht zum Sonntag. Möglich sei, dass ein Präsident aus dem Land herausgeholt werde.

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