Auch, wenn es weh tut: An Öffnungen und Lockerungen ist wohl vorerst nicht zu denken.

Auch wenn es weh tut: An Öffnungen und Lockerungen ist wohl vorerst nicht zu denken.

Foto: Bernd Wüstneck/dpa

Politik

Neue Corona-Verschärfungen deuten sich an

Autor
Von nord24
19. März 2021 // 19:47

Angesichts stark steigender Corona-Infektionszahlen deuten sich wieder schärfere Alltagsbeschränkungen an.

Bundesgesundheitsminister Spahn: Befinden uns in der dritten Welle der Pandemie

Hamburg zog am Freitag schon die von Bund und Ländern vereinbarte „Notbremse“ und macht Öffnungen rückgängig, die erst Anfang vergangener Woche ermöglicht worden waren. Kurz vor den nächsten Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten an diesem Montag kündigte auch Baden-Württemberg Verschärfungen an. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte: „Wir befinden uns in der dritten Welle der Pandemie, die Zahlen steigen, der Anteil der Mutationen ist groß.“ Die kritische Entwicklung sei allein durch Impfen nicht zu stoppen.

Erst einmal wohl keine weiteren Öffnungsschritte

„Alle Szenarien, die wir sehen, laufen im Moment darauf hinaus, dass sich die Intensivstationen wieder sehr stark füllen“, sagte Spahn. Die steigenden Infektionszahlen könnten bedeuten, dass es vielleicht keine weiteren Öffnungsschritte geben könne, sondern „sogar Schritte rückwärts“ nötig würden. Der Vizepräsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lars Schaade, sagte: „Das Infektionsgeschehen gewinnt an Dynamik.“ Eine Verschlimmerung der Lage um Ostern, vergleichbar mit der Zeit vor Weihnachten, sei gut möglich. Der Anstieg der Fallzahlen sei real und nicht mit inzwischen mehr Schnelltests zu erklären.

Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 96

Bundesweit stieg die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen nun auf 96, wie das RKI am Freitag bekannt gab - am Donnerstag hatte diese Sieben-Tage-Inzidenz bei 90 gelegen. Es gibt aber weiterhin starke regionale Unterschiede - von jetzt 56 im Saarland bis 187 in Thüringen. Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sprach vom Beginn einer „fulminanten dritten Welle“ und forderte: „Man kann es drehen und wenden wie man will, wir müssen zurück in den Lockdown.“ (dpa/mb)

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