Die "Panama Papers" waren am Sonntagabend das beherrschende Thema beim Kurznachrichtendienst Twitter.

Die "Panama Papers" waren am Sonntagabend das beherrschende Thema beim Kurznachrichtendienst Twitter.

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Politik

"Panama Papers": Geheimgeschäfte hunderter Prominenter enthüllt

Von nord24
3. April 2016 // 22:19

Hunderte Journalisten aus fast 80 Ländern haben Finanzgeschäfte über Briefkastenfirmen auf Panama und in anderen Steueroasen recherchiert. Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und der Sportwelt könnten in Erklärungsnot kommen. Spitzenpolitiker, Sportstars und Kriminelle sind nach Recherchen der "Süddeutsche Zeitung" und anderer Medien in Geschäfte mit Briefkastenfirmen in mehreren Steueroasen verwickelt. Ein enormes Datenleck habe die Geschäfte von 215.000 Briefkastenfirmen offengelegt, berichteten die Zeitung sowie die Tagesschau am Sonntagabend. NDR und WDR sind in einem Rechercheverbund mit der "Süddeutschen". Weltweit veröffentlichten zeitgleich viele Medien die Informationen. Der Enthüller des NSA-Skandals, Edward Snowden, sprach auf Twitter vom "größten Leck in der Geschichte des Daten-Journalismus". Biggest leak in the history of data journalism just went live, and it's about corruption. https://t.co/dYNjD6eIeZ pic.twitter.com/638aIu8oSU— Edward Snowden (@Snowden) April 3, 2016 Laut ARD umfassen die ausgewerteten Unterlagen "E-Mails, Urkunden, Kontoauszüge, Passkopien und weitere Dokumente zu rund 215.000 Offshore-Firmen. Zu den Profiteuren der Offshore-Dienste zählen zwölf Staatsoberhäupter und 128 weitere Politiker, aber auch internationale Finanzinstitute, darunter 15 deutsche Banken oder ihre Töchter. Die Recherchen der "Panama Papers" basieren auf einem Datenleck bei der panamaischen Anwaltskanzlei Mossack Fonseca", teilte die ARD mit.

Auch Weltfußballer Lionel Messi wird belastet

Die Daten legen laut NDR die Offshore-Geschäfte von insgesamt 140 Politikern und hohen Amtsträgern aus aller Welt offen. Insgesamt fänden sich in den Unterlagen die Namen von zwölf amtierenden und ehemaligen Staats- und Regierungschefs. Auch Transaktionen in Milliardenhöhe, die mit Vertrauten und dem Umfeld des russischen Präsidenten Wladimir Putin in Verbindung stehen, tauchten in den „Panama Papers“ auf. Zudem fänden sich in den Unterlagen die Namen von Spionen, Drogenhändlern und anderen Kriminellen. Auch zahlreiche Sportstars, darunter Fußball-Superstar Lionel Messi, und Prominente werden durch die Unterlagen belastet. "Generell gilt: Der Besitz einer solchen Offshore-Firma ist für sich nicht illegal", schreibt die "Süddeutsche". "Aber wer sich in den Panamapapers umsieht, stellt sehr schnell fest, dass es in der überwältigen Zahl der Fälle vor allem um eines geht: zu verschleiern, wem die Firma in Wahrheit gehört."  

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