Walter Wobmann, Initiator der Initiative «Ja zum Verhüllungsverbot», gibt neben einem Plakat mit der Aufschrift «Extremismus stoppen» ein Interview. Die Schweizer haben am 07.03.2021 bei einer Volksabstimmung über ein Verhüllungsverbot befunden.

Walter Wobmann, Initiator der Initiative „Ja zum Verhüllungsverbot“, gibt neben einem Plakat mit der Aufschrift „Extremismus stoppen“ ein Interview.

Foto: Peter Klaunzer/dpa/KEYSTONE

Politik

Schweizer gegen Nikab - Ja zum Verhüllungsverbot

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Von nord24
7. März 2021 // 16:27

Nach Frankreich, Österreich und anderen europäischen Ländern verbietet auch die Schweiz muslimischen Frauen künftig die Verschleierung mit Nikab oder Burka in der Öffentlichkeit.

Mehr als 52 Prozent der Wählerinnen und Wähler sprechen sich für Vorlage aus

Bei einer Volksabstimmung sprachen sich am Sonntag mehr als 52 Prozent der Wählerinnen und Wähler für die Vorlage und damit gegen die Empfehlung der Regierung aus, die dagegen war. Auf lokaler Ebene gibt es solche Verbote bereits in den Kantonen St. Gallen und Tessin.

Für Gotteshäuser gibt es eine Ausnahme

Bis zum Nachmittag hatten 19 von 22 ausgezählten Kantonen das Verbot angenommen. Insgesamt gibt es 26 Kantone. Das Verbot muss nun in die Verfassung aufgenommen werden und gilt auf der Straße, in Restaurants und Geschäften. Nur für Gotteshäuser gibt es eine Ausnahme.

Demonstranten dürfen ihr Gesichter ebenfalls nicht mehr verstecken

Offiziell war in der Abstimmungsvorlage von einem Verhüllungsverbot die Rede. Auch Demonstranten dürfen ihr Gesicht künftig nicht mehr verstecken. Der Verein, der die Volksabstimmung mit einer Unterschriftensammlung durchsetzte, macht aber keinen Hehl daraus, dass der Vorstoß auf die muslimische Verschleierung zielte. (dpa/mb)

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