NPD in Büdingen

Welche Ironie: Die NPD macht auch in Büdingen (Hessen) mobil gegen Ausländer. Zwei Flüchtlinge aus Syrien retteten nun einen Politiker der rechtsextremen Partei aus seinem Autowrack, nachdem dieser gegen einen Baum gefahren war und sich schwer verletzt hatte.

Foto: Archivfoto Roessler/dpa

Politik

Syrische Flüchtlinge retten verunglückten NPD-Politiker

Von nord24
22. März 2016 // 18:11

Ein mit seinem Auto verunglückter Politiker der rechtsextremen Partei NPD ist bei Büdingen im Wetteraukreis (Hessen) von zwei syrischen Flüchtlingen aus dem Wrack gezogen worden. Als die Beamten eintrafen, waren die Flüchtlinge aber nicht mehr vor Ort. Die beiden Retter des hessischen NPD-Politikers Stefan Jagsch hätten zu einer Gruppe Asylsuchender gehört, die zufällig in zwei Bussen am Unfallort vorbeifuhren, sagte ein Sprecher der Freiwilligen Feuerwehr Büdingen.

Flüchtlinge aus Syrien leisten Erste Hilfe

Eine Polizeisprecherin in Friedberg sagte, der Autofahrer sei Mittwoch vergangener Woche auf einer Bundesstraße gegen einen Baum gefahren und schwer verletzt worden. Zeugen hätten der Polizei von zwei Syrern berichtet, die Erste Hilfe geleistet hätten. Als die Beamten an der Unfallstelle eintrafen, waren die Ersthelfer aber nicht mehr vor Ort.

NPD holte bei der Kommunalwahl 10,2 Prozent der Stimmen

In Büdingen gibt es eine Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge. Bei der Kommunalwahl am 6. März hatte die NPD in der Stadt 10,2 Prozent der Stimmen geholt.

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