Trump sagte den Kreuzfahrtschiffen „Zandaam“ und „Rotterdam“ Hilfe zu. Beide Schiffe sind auf dem Weg nach Florida, wo sie aber noch keine Genehmigung zum Anlegen haben.

Trump sagte den Kreuzfahrtschiffen „Zandaam“ und „Rotterdam“ Hilfe zu. Beide Schiffe sind auf dem Weg nach Florida, wo sie aber noch keine Genehmigung zum Anlegen haben.

Foto: Wilfredo Lee/AP/dpa

Politik

Trump sagt Kreuzfahrt-Passagieren im Drama um die „Zaandam“ Hilfe zu

Von nord24
2. April 2020 // 16:06

US-Präsident Donald Trump hat den Passagieren des Kreuzfahrtschiffs „Zaandam“ und des Schwesterschiffs „Rotterdam“ Hilfe in der Corona-Krise zugesagt. „Von einem humanitären Standpunkt aus haben wir keine Wahl“, sagte Trump am Mittwochabend (Ortszeit) im Weißen Haus.

Keine Erlaubnis zum Anlegen

„Menschen sterben.“ Er fügte hinzu: „Wir müssen etwas tun. Und der Gouverneur (von Florida, Ron DeSantis) weiß das auch.“ Die „Zaandam“ und die „Rotterdam“ sind auf dem Weg nach Florida, haben aber bislang keine Erlaubnis, im Zielhafen in Fort Lauderdale im Süden des Bundesstaats anzulegen.

Vier Passagiere gestorben

Auf der „Zaandam“ waren mehrere Passagiere positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Reederei Holland America Line - die sowohl die „Zaandam“ als auch die „Rotterdam“ betreibt - hatte am Montag mitgeteilt, vier Passagiere seien gestorben, andere seien in Lebensgefahr.

Viele mit Symptomen

In einer Mitteilung der Reederei vom Mittwoch hieß es, seit dem 22. März hätten auf beiden Schiffen insgesamt 97 Gäste und 136 Besatzungsmitglieder grippeartige Symptome aufgewiesen. DeSantis hatte sich zunächst dagegen gesperrt, dass die Schiffe Florida anlaufen.

Ärzteteam soll aufs Schiff gehen

Auf der „Zaandam“ waren ursprünglich auch 79 Deutsche - die meisten sind inzwischen auf die „Rotterdam“ gewechselt. Die Reederei bat am Mittwoch darum, dass die Schiffe in Fort Lauderdale anlegen dürfen, und rief zu „Mitgefühl“ auf. Trump sagte, auf jeden Fall würden Ärzteteams auf die Schiffe geschickt.

„Müssen Menschen helfen“

Man sei außerdem in Gesprächen mit den Behörden Kanadas und Großbritanniens, um deren Staatsbürger nach Hause zu bringen. Der US-Präsident sagte, viele Passagiere seien Amerikaner. „Aber wir müssen den Menschen helfen. Sie sind in großen Schwierigkeiten, egal, woher sie kommen.“ (dpa)

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