US-Wahl: Was genau sind die "Swing States"?

Diese Wähler in Miami (Florida) zeigen klar, für wen sie bei der Wahl stimmen werden. Traditionell ist Florida aber ein "Swing State" - hier sind die Wähler also unentschieden.

Politik

US-Wahl: Was genau sind die "Swing States"?

Von nord24
8. November 2016 // 14:00

Im Vorfeld der Präsidentschafts-Wahl in den USA fällt immer wieder der Begriff "Swing States". Worum genau handelt es sich dabei? Und warum sind sie für den Ausgang der Wahl so wichtig?

In den "Swing States" wechseln die Mehrheiten

Die sogenannten "Swing States" (Wechselwählerstaaten) oder auch "Battleground States" (Schlachtfeld-Staaten) sind besonders heiß umkämpft. Anders als in anderen Staaten wie beispielsweise New York oder Texas machen hier nicht regelmäßig nur Demokraten oder Republikaner das Rennen, sondern Mehrheiten können auch mal von der einen zur anderen Partei wechseln.

Die "Swing States" entscheiden die Wahl

Die Demokraten schneiden an der Ost- und Westküste und die Republikaner im Süden und im mittleren Westen traditionell gut ab. Nur reichen diese Hochburgen für die Demokratin Hillary Clinton oder den Republikaner Donald Trump allein nicht aus, um ins Weiße Haus einzuziehen. Wahlentscheidend sind letztendlich die "Swing States".

Enge Rennen in insgesamt 15 Bundesstaaten

In diesem Wahljahr stehen nach Angaben der "Washington Post" in 15 Staaten spannende und teils ganz enge Rennen bevor. Besonders begehrt sind dabei Florida, North Carolina, Ohio und Pennsylvania, weil diese im Vergleich zu anderen Staaten mehr Wahlmänner bestimmen. Diese wählen stellvertretend für das amerikanische Volk den US-Präsidenten und seinen Vize. Jeder Bundesstaat entsendet eine bestimmte Anzahl von Wahlmännern, die sich nach der Größe des Staates richtet.