Im zweiten und letzten TV-Duell von Präsident Donald Trump und Herausforderer Joe Biden ging es weniger chaotisch zu als im ersten Wortgefecht.

Im zweiten und letzten TV-Duell von Präsident Donald Trump und Herausforderer Joe Biden ging es weniger chaotisch zu als im ersten Wortgefecht.

Foto: Bourg/Pool Reuters/AP/dpa

Politik

US-Wahlen: TV-Duell „eine echte Debatte“

Von nord24
23. Oktober 2020 // 08:00

Amtsinhaber Donald Trump und Herausforderer Joe Biden haben im zweiten und letzten TV-Duell einen ruhigeren Ton angeschlagen.

„echte Debatte“

Das haben zahlreiche US-Medien gelobt. „Dies war tatsächlich eine echte Debatte“, titelte etwa der Sender CNN im Anschluss an das Duell in Nashville im US-Bundesstaat Tennessee am Donnerstagabend (Ortszeit).

Keine entscheidende Wende für Trump

Im Gegensatz zur ersten Debatte hätten US-Wähler diesmal eine Chance gehabt, den Kandidaten zuzuhören und aneinander zu messen „ohne sich von Trumps unerbittlichen Unterbrechungen ablenken zu lassen“, schrieb CNN weiter. Der Präsident schien daran zu arbeiten, nicht die Beherrschung zu verlieren. Dennoch schloss der Sender mit Blick auf Trumps Leistung: „Die entscheidende Wende, die er braucht, um den Verlauf des Rennens dramatisch zu ändern, gelang ihm nicht.“


Biden liegt nach Blitzumfrage vorne

Nach dem Ergebnis einer CNN-Umfrage hat Biden einen besseren Eindruck gemacht als Trump. Die Umfrage unter Zuschauern ergab, dass 53 Prozent Biden als Sieger sahen. 39 Prozent sahen Trump vorn. Befragt nach ihrem Eindruck, wer die Fragen von Moderatorin Kristen Welker direkt beantwortet habe, nannten 62 Prozent Biden und 31 Prozent Trump. Einen Gleichstand von 49 zu 49 Prozent ergab die Frage, wer in der Debatte die stärkere politische Führungskraft gezeigt habe.

Basis der Erhebung war eine telefonische Befragung von 585 registrierten Wählern durch das Institut SSRS. Der Sender gab die statistische Fehlerquote der Umfrage mit 5,7 Prozent an. Nach der ersten Fernsehdebatte Ende September sahen in einer Umfrage des Senders CBS 48 Prozent der Zuschauer Biden vorn, 41 Prozent Trump.

Lob für Moderatorin Welker

Die Journalistin Kristen Welker hat es geschafft, die Streithähne zu zähmen: Nach der Fernsehdebatte zur US-Präsidentschaftswahl prasselte jede Menge Lob in den sozialen Netzwerken auf die 44 Jahre alte Moderatorin ein. Mit klaren Ansagen verschaffte sich die Journalistin von NBC News von Anfang an Respekt. „Bitte sprechen Sie einer nach dem anderen“, ermahnte sie beispielsweise. Welker kennt den Politik-Betrieb in Washington perfekt, sie arbeitet als Korrespondentin im Weißen Haus. (dpa)

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