Ein Schild erinnert an die Maskenpflicht.

Die Zahlen der Neuinfektionen und Todesfälle sind weiterhin sehr hoch in Deutschland.

Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Politik

Über 20.000 Neuinfektionen in Deutschland

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Von nord24
6. Januar 2021 // 07:32

Die Zahlen der Neuinfektionen steigen wieder und liegen wieder über 20.000. Das meldet das Robert-Koch-Institut.

Über 1000 Todesfälle

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 21.237 Corona-Neuinfektionen und 1019 Todesfälle binnen eines Tages gemeldet. Eine Interpretation der Daten bleibt schwierig, weil um Weihnachten und den Jahreswechsel Corona-Fälle laut RKI verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden.

Weniger Tests über Jahreswechsel

Dem Verband Akkreditierter Labore in der Medizin (ALM) zufolge war die Zahl der Labortests über den Jahreswechsel im Vergleich zur Weihnachtswoche noch einmal weiter gesunken. Verglichen mit der Woche vor Weihnachten hat sich die Zahl in der vergangenen Woche ungefähr halbiert.

Zahlen erst übernächste wieder belastbar

„Wir erwarten, dass zum Jahresanfang mit der Öffnung von Arztpraxen und Teststellen wieder mehr Personen getestet werden“, hatte der erste Vorsitzende des Verbands, Michael Müller, am Dienstag erklärt. Das RKI geht davon aus, dass die Meldedaten zum Infektionsgeschehen frühestens Ende nächster Woche/Anfang übernächster Woche wieder belastbar sind, wie es auf Anfrage hieß.

Bremen mit dem niedrigsten Inzidenzwert

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Mittwochmorgen bei 127,3. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind jedoch enorm: Die höchsten Inzidenzen hatten am Dienstag Sachsen mit 262,1 und Thüringen mit 244,6. Den niedrigsten Wert hatte Bremen mit 73,7.

R-Wert unter 1

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Bericht vom Dienstag bei 0,81 (Montag: 0,85). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 81 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab. Das RKI betonte, dass der R-Wert wegen der Verzögerungen gegebenenfalls unterschätzt werde. (klm)

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