Leere tische auf einer Kniepenmeile

Nicht nur auf die Gastronomie kommen in der Corona-Krise wohl harte Einschnitte zu.

Foto: Henning Kaiser/dpa (Symbolfoto)

Politik

Wegen Corona: Bund will drastische Einschränkungen

Von nord24
28. Oktober 2020 // 06:23

Das Kanzleramt dringt einem Medienbericht zufolge auf harte Maßnahmen, um die Corona-Pandemie beherrschbar zu halten. Gastronomie und Freizeiteinrichtungen sollen im November weitgehend dichtmachen, Schulen und Kitas aber geöffnet bleiben.

Gastronomie soll in der Corona-Krise wieder schließen

Wenige private Treffen, Schließung von Gastronomie und Freizeiteinrichtungen, Reisen nur in Ausnahmefällen: Die Bundesregierung dringt einem Medienbericht zufolge auf ähnlich starke Einschränkungen wie im Frühjahr, um die zweite Corona-Welle eingangs des Winters in Deutschland zu brechen. Am Mittwochmittag beginnen Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Regierungschefs der Bundesländer.

Kontakte sollen beschränkt werden

Wie die Zeitungen der Funke Mediengruppe in der Nacht zum Mittwoch meldeten, sollen die Bürger vom 4. November an befristet bis Ende des Monats angehalten werden, die Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstandes „auf ein absolutes Minimum zu beschränken“. Das gehe aus einem Entwurf zu einer Beschlussvorlage für die Videokonferenz von Merkel mit den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten hervor. Der Aufenthalt in der Öffentlichkeit solle daher nur mit den Angehörigen des eigenen und eines weiteren Hausstandes gestattet werden.

Verstöße sollen sanktioniert werden

Das gelte verbindlich, Verstöße gegen diese Kontaktbeschränkungen würden entsprechend sanktioniert, meldete die Funke Mediengruppe. Darüber hinausgehende Gruppen feiernder Menschen auf öffentlichen Plätzen, in Wohnungen sowie privaten Einrichtungen seien „angesichts der ernsten Lage in unserem Land inakzeptabel“.

Touristen sollen nicht mehr in Hotels

Die Bundesregierung will dem Medienbericht zufolge alle Bürger auffordern, generell auf private Reisen und Besuche auch von Verwandten zu verzichten. „Übernachtungsangebote im Inland werden nur noch für notwendige und ausdrücklich nicht touristische Zwecke zur Verfügung gestellt“, heiße es. Alle Einrichtungen für die Freizeitgestaltung sollen demnach geschlossen werden. Dazu würden in dem Entwurf mit Stand später Dienstagabend Theater, Opern, Konzerthäuser, Messen, Kinos, Freizeitparks, Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen, Bordelle, Freizeit- und Amateursportbetrieb, Schwimm- und Spaßbäder sowie Fitnessstudios aufgezählt, berichteten die Funke-Zeitungen.

Immer informiert via Messenger
Weihnachten steht vor der Tür. Wie genießt ihr euren Klaben am liebsten?
85 abgegebene Stimmen
Folge den Pinguins via Messenger