Die Präsidentschaftswahl in den USA ist noch nicht entschieden. Aktuell hat Trump mehr Stimmen geholt.

Die Präsidentschaftswahl in den USA ist noch nicht entschieden. Aktuell hat Trump mehr Stimmen geholt.

Foto: Matthias Balk/dpa

Politik

Zwischenstand 7 Uhr: Clinton braucht ein Wunder

Von Lili Maffiotte
9. November 2016 // 07:00

Donald Trump ist der Sieg bei der US-Präsidentschaftswahl nur noch schwer zu nehmen. Der umstrittene Republikaner entschied am frühen Mittwochmorgen wichtige Schlüsselstaaten für sich - darunter Florida, North Carolina und Ohio. Seine demokratische Konkurrentin Hillary Clinton gewann in Virginia und Colorado. Rechnerisch hat sie aktuell noch Chancen auf einen Sieg, bräuchte aber unerwartete Triumphe in mehreren Staaten.

Clintons Favoritenrolle ist gekippt

Die Siege Trumps kamen überraschend, er sicherte sich die meisten der umkämpften Wechselwähler-Staaten. Eigentlich war Clinton als Favoritin in die Wahl gegangen.

Hohe Siegchance für Trump

Um 6 Uhr entfielen 232 Wahlleute auf Trump - für einen Sieg braucht er 270. Clinton kam auf 209 Wahlleute. Das Live-Prognosemodell der "New York Times" gab Trump eine Siegchance von mehr als 95 Prozent.

Meinungsforscher überrascht

Vor allem in den Bundesstaaten im sogenannten Rostgürtel der USA wie Wisconsin und Michigan lag die Demokratin überraschend hinten. Trumps Wahlkampf, in dem er auch gegen internationale Handelsabkommen und Globalisierung Stimmung gemacht hatte, verfing in diesen von Abschwung geprägten Gegenden offensichtlich sehr. Das hatten Meinungsforscher so nicht vorausgesehen.

Erbitterte Auseinandersetzungen

Noch nie in der Geschichte der US-Wahlen waren zwei Kandidaten gleichermaßen so unbeliebt: Trump wegen seiner Art und seiner Ausfälle, Clinton wegen ihrer Skandale und ihrer Nähe zum bestehenden Machtsystem. In den vergangenen Wochen lieferten sie sich erbitterte Auseinandersetzungen. Der Wahlkampf gilt als einer der härtesten und schmutzigsten der amerikanischen Geschichte. Er war geprägt von persönlichen Beleidigungen und Schmähungen. Fakten und Inhalte spielten kaum eine Rolle.

Nervöser Finanzmärkte

Die internationalen Finanzmärkte reagierten nervös auf den Wahlverlauf. Der Dollar gab gegenüber anderen Währungen deutlich nach, der Eurokurs stieg im Gegenzug über 1,12 US-Dollar. Der mexikanische Peso, als "Trump-o-Meter" gesehen, gab im Verhältnis zum US-Dollar um mehr als 11 Prozent nach. Trump hatte Mexiko mit einem Handelskrieg und dem Bau einer Mauer an der Landesgrenze gedroht. Die ersten Reaktionen
Das ist ein Bruch mit der bisherigen Tradition, dass der Westen für liberale Werte steht." (Grünen-Vorsitzender Cem Özdemir im ZDF)

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