Die belarussische Athletin Kristina Timanowskaja soll Medienberichten zufolge Polen um Asyl gebeten haben.

Die belarussische Athletin Kristina Timanowskaja soll Medienberichten zufolge Polen um Asyl gebeten haben.

Foto: David Josek/AP/dpa

Politik

Belarussische Sprinterin bittet Polen um Visum

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Von nord24
2. August 2021 // 12:37

Die belarussische Olympia-Sprinterin Kristina Timanowskaja ersucht Medienberichten zufolge in der polnischen Botschaft in Tokio um Asyl.

Sollte sie entführt werden?

Die Sportlerin, die nach Einschätzung der Opposition von den autoritären Behörden ihres Landes aus Japan entführt werden sollte, traf demnach am Montag in Polens Vertretung in Tokio ein. Zuvor hatte nach Tschechien auch Polen der 24-Jährigen Asyl angeboten. Timanowskaja soll den Berichten zufolge am Mittwoch von Tokio nach Warschau fliegen.

Kritik unerwünscht

Timanowskaja hatte in einem Video, das die oppositionelle belarussische Athletenvertretung Belarusian Sport Solidarity Foundation (BSSF) am Sonntag veröffentlichte, erklärt, sie habe gegen ihren Willen aus Japan ausgeflogen werden sollen. Grund sei öffentliche Kritik an belarussischen Sportfunktionären gewesen.

An einem sicheren Ort

Die Sprinterin hatte den Flug verweigert, sich an die japanische Polizei gewendet und dann die Nacht in einem Hotel am Tokioter Flughafen Haneda verbracht. Nach Angaben des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) ist sie in einer „sicheren Umgebung“.

Humanitäres Visum

Polen bot Timanowskaja am Sonntagabend ein humanitäres Visum an. Sein Land sei bereit zu helfen, schrieb Vize-Außenminister Marcin Przydacz bei Twitter. „Sie hat die freie Wahl, ihre sportliche Karriere in Polen fortzusetzen, wenn sie sich dafür entscheidet“, führte der Politiker weiter aus. (dpa/gmt)

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