Ein von der australischen Regierung gespendetes Militärfahrzeug von Typ Bushmaster das für die Ukraine bestimmt ist, wird auf dem RAAF-Stützpunkt Amberley in Queensland in ein Antonov AN-124-Frachtflugzeug verladen.

Auch die USA legt offen, welche Waffen in die Ukraine geliefert wurden.

Foto: picture alliance/dpa/DEPARTMENT OF DEFENCE/AAP/Symbolbild

Politik

Bundesregierung hebt Geheimhaltung bei Waffenlieferungen auf

Von dpa
21. Juni 2022 // 13:27

Nun hat die Bundesregierung erstmals alle Waffenlieferungen an die Ukraine offengelegt. Nun ist einsehbar, was bislang geliefert wurde.

Liste wird offengelegt

Man passe sich damit der Praxis der engsten Verbündeten - zum Beispiel der USA - an, erklärte Regierungssprecher Steffen Hebestreit den Schritt am Dienstag. Die Liste enthält alle Waffen und anderen Rüstungsgüter, die bereits geliefert wurden oder deren Lieferung geplant ist. Sie ist nun im Internet auf der Seite der Bundesregierung zu finden. Bisher war sie nur für Abgeordnete in der Geheimschutzstelle des Bundestags einsehbar.

Bislang nur punktuell bekanntgegeben

Öffentlich bekanntgegeben hatte die Bundesregierung ihre Lieferungen an die ukrainischen Streitkräfte für den Abwehrkampf gegen Russland bisher nur punktuell. Allerdings wurden sie nach Eintreffen im Kriegsgebiet von ukrainischer Seite veröffentlicht.

Das wurde bislang geliefert

An Waffen geliefert wurden bisher unter anderem 3000 Panzerfaust-Patronen, 100 000 Handgranaten, 2700 Fliegerfäuste, 500 Stinger-Flugabwehrraketen, 100 Maschinengewehre und 16 Millionen Schuss Munition. Hinzu kommt in großem Umfang Ausrüstung wie 23 000 Gefechtshelme, 178 Kraftfahrzeuge, 1200 Krankenhausbetten, ein Feldlazarett und vieles mehr. (dpa/dm)

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