Von Corona härter getroffene Teile der Gesellschaft müssten unterstützt werden, andere, die gut durchgekommen seien, einen besonderen Beitrag leisten, findet Bremens Regierungschef Andreas Bovenschulte (SPD).

Von Corona härter getroffene Teile der Gesellschaft müssten unterstützt werden, andere, die gut durchgekommen seien, einen besonderen Beitrag leisten, findet Bremens Regierungschef Andreas Bovenschulte (SPD).

Foto: dpa

Politik

Corona: Bovenschulte will Lastenausgleich für Betroffene

19. Januar 2022 // 13:24

Bremens Regierungschef Andreas Bovenschulte (SPD) fordert eine Debatte über einen Lastenausgleich für von Corona besonders betroffene.

Ungleichheit größer geworden

Die Ungleichheit sei größer, nicht kleiner geworden, und die Pandemie habe dabei als Beschleuniger gewirkt, sagte Bovenschulte am Mittwoch beim virtuellen Neujahrsempfang des Bremer Senats.

Härter getroffene Teile der Gesellschaft müssten unterstützt werden, andere, die gut durchgekommen seien, einen besonderen Beitrag leisten. Das sei der Grundgedanke. Explizit gehe es aber nicht darum, simpel zu sagen, man müsse Steuern erhöhen.

Aus dem Diskurs „rausgewischt“

Er habe den Vorschlag eines Lastenausgleichs bereits am Anfang der Pandemie gemacht. Der Begriff sei aus dem Diskurs „rausgewischt“ worden, die Herausforderungen stellten sich aber heute in gleicher Weise. „Ich würde mich freuen, wenn die Frage des Lastenausgleichs tatsächlich ein politisches Thema wäre. Aber ich befürchte, das wird nur von einer Minderheit so gesehen.“

Bei dem im Internet live gestreamten Neujahrsempfang war Bovenschulte im Dialog mit der Soziologin und Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin, Jutta Allmendinger. (dpa/lni)

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