Lachend zeigten sich am Sonntag die Vorsitzende der AfD, Frauke Petry (rechts), und ihre Stellvertreterin Beatrix von Storch auf der Wahlparty ihrer Partei in Berlin.

Lachend zeigten sich am Sonntag die Vorsitzende der AfD, Frauke Petry (rechts), und ihre Stellvertreterin Beatrix von Storch auf der Wahlparty ihrer Partei in Berlin.

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Politik

Die AfD triumphiert bei den Landtagswahlen

Von nord24
13. März 2016 // 22:35

Unter dem Eindruck der Flüchtlingskrise haben die Landtagswahlen vom Sonntag die Parteienlandschaft gehörig durcheinandergewirbelt. Der triumphale Durchmarsch der AfD in die Parlamente von Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt macht die Regierungsbildung schwierig. In allen drei Ländern sind die bisherigen Koalitionen abgewählt – die Ministerpräsidenten selbst können dennoch hoffen, in anderer Konstellation weiterzuregieren.

Grüne in Baden-Württemberg stärkste Kraft

In Baden-Württemberg sind die Grünen von Ministerpräsident Winfried Kretschmann den Hochrechnungen zufolge erstmals in der deutschen Geschichte stärkste Partei. Allerdings reicht es nicht für eine Fortsetzung der bundesweit ersten grün-roten Koalition, da die SPD völlig einbach und ihr mit Abstand schlechtestes Ergebnis im "Ländle" einfuhr. Die AfD springt hingegen aus dem Stand auf mehr als 15 Prozent, die FDP legte zu und ist sicher im Stuttgarter Landtag.

SPD gewinnt in Rheinland-Pfalz

Im Duell der Frauen in Rheinland-Pfalz verweist die SPD von Regierungschefin Malu Dreyer die CDU von Herausforderin Julia Klöckner nach dramatischem Wahlkampfendspurt doch noch auf Platz zwei. Die Grünen stürzten auf knapp über fünf Prozent ab, die FDP erreicht mehr als sechs Prozent und kehrt in den Mainzer Landtag zurück. Die AfD schafft es in Rheinland-Pfalz auf Anhieb auf einen Stimmenanteil von mehr als 12 Prozent.

AfD erzielt Rekordergebnis in Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt verliert die seit 2002 regierende CDU von Ministerpräsident Reiner Haseloff etwas, verteidigt aber ihr Position als stärkste Partei. Die SPD hingegen stürzt deutlich ab, auch die Linke erleidet Verluste. Die im Zuge der Flüchtlingskrise aufgestiegene rechtspopulistische AfD, die nunmehr in 8 der 16 Landtage sitzt, erzielt ein Rekordergebnis: Mit mehr als 24 Prozent ist sie zweitstärkste Partei in Sachsen-Anhalt. Nach Angaben der ARD-Wahlforscher hat eine außerparlamentarische Partei dies noch nie geschafft.

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