Für Flüchtlinge aus Syrien, Afghanistan und dem Irak ist es immer schwerer, über die sogenannte Balkanroute Zuflucht zu finden. rom Macedonia, according to data of the Commissariat for Refugees of the Republic of Serbia. zu dpa "Trotz Wintereinbruchs Tausende Flüchtlinge auf der Balkanroute" vom 03.01.2016) +++(c) dpa - Bildfunk+++

Für Flüchtlinge aus Syrien, Afghanistan und dem Irak ist es immer schwerer, über die sogenannte Balkanroute Zuflucht zu finden. rom Macedonia, according to data of the Commissariat for Refugees of the Republic of Serbia. zu dpa "Trotz Wintereinbruchs Tausende Flüchtlinge auf der Balkanroute" vom 03.01.2016) +++(c) dpa - Bildfunk+++

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Politik

Die Balkanroute ist der Flüchtlingsweg nach Westeuropa

Von Lili Maffiotte
7. März 2016 // 16:02

Die EU-Staats- und Regierungschefs sind mit dem türkischen Ministerpräsidenten Ahmet Davutoglu zusammengekommen. Im Mittelpunkt des heutigen Sondergipfels in Brüssel steht die Bewältigung der Flüchtlingskrise. Die EU-Staaten dringen darauf, dass die Türkei Migranten aus Griechenland zurücknimmt. Die Zahl der Flüchtlinge müsse verringert werden, auch in Griechenland, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vor Beginn der Verhandlungen. Dazu sei eine "nachhaltige Lösung" gemeinsam mit der Türkei erforderlich. Sie sprach sich gegen eine Schließung der Balkanroute aus: "Es kann nicht sein, dass irgendetwas geschlossen wird." 

Flüchtlingsweg nach Westeuropa: die Balkanroute

Die sogenannte Balkanroute ist die Hauptstrecke für Flüchtlinge auf dem Weg nach Europa. Migranten, die von der Türkei nach Griechenland gekommen sind, reisen dabei weiter nach Mazedonien. Von dort geht es nach Serbien, Kroatien, Slowenien und Österreich - und für viele weiter nach Deutschland. Auch Ungarn war bis zur Schließung seiner Grenze mit einem Zaun im Oktober ein wichtiges Transitland.

Österreich mit einer Tagesobergrenze

Doch immer weniger Migranten können die Route nutzen. Erst führte Österreich eine Tagesobergrenze von 3200 durchreisenden Flüchtlingen ein, nun lässt Mazedonien kaum noch Migranten aus Griechenland ins Land.

Zahl der unerlaubten Grenzübertritte steigt

In jüngster Zeit ist die Zahl der Menschen, die sich auf der Balkanroute bewegen, nach oben geschnellt. Zählte die EU-Grenzschutzagentur Frontex 2012 noch knapp 6400 illegale Grenzübertritte, waren es im vergangenen Jahr rund 764 000 (wobei jede Person mehrere Grenzen überschreiten kann). Allein im Januar des laufenden Jahres notierte Frontex bereits 65 343 unerlaubte Grenzübertritte auf der Balkanroute.

Landweg von der Türkei nach Bulgarien ist unattraktiv geworden

Je undurchlässiger die Balkanroute wird, desto attraktiver werden andere Strecken. Derzeit kommen sehr wenige Migranten über den Landweg von der Türkei nach Bulgarien. Auch im westlichen und zentralen Mittelmeer sind die Zahlen noch vergleichsweise niedrig.    

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