Tausende Flüchtlinge haben sich von Idomeni aus auf den Weg in Richtung Mazedonien gemacht. Sie wurden angeblich durch Flugblätter dazu aufgefordert.

Tausende Flüchtlinge haben sich von Idomeni aus auf den Weg in Richtung Mazedonien gemacht. Sie wurden angeblich durch Flugblätter dazu aufgefordert.

Foto:

Politik

Flugblätter mit Fluchtweg nach Mazedonien

Von Lili Maffiotte
15. März 2016 // 08:54

Der Flüchtlings-Exodus aus Griechenland nach Mazedonien ist nach Ansicht Athens organisiert worden. "Wir haben in unseren Händen Flugblätter, die zeigen, das das (Exodus) eine organisierte Aktion war", erklärte am späten Montagabend der Sprecher des Krisenstabes für die Flüchtlingskrise, Giorgos Kyritsis, in Athen. Wer hinter der Aktion gesteckt habe, war zunächst unklar.

Falsche Informationen

Zudem gebe es auch andere Flyer, die die Migranten falsch informieren und sie auffordern, nicht in andere Lager ins Landesinnere zu gehen. Sie sollten nicht in Busse steigen, weil die Regierung in Athen plane, sie zurück in die Türkei zu bringen, hieße es darin, sagte Kyritsis weiter. "Wir fordern die Migranten und Flüchtlinge auf, den griechischen Behörden zu vertrauen und es zu akzeptieren, in andere Lager gebracht zu werden. Die Lage im Flüchtlingslager Idomeni sei "absolut aussichtslos", erklärte der Sprecher des Krisenstabes weiter.

Umwege nach Mazedonien

Griechische Medien veröffentlichten Kopien der Flugblätter, die Unbekannte an die Migranten verteilt hatten. Darin ist der Weg eingezeichnet, wie die Migranten den mazedonischen Zaun meiden können und über Umwege nach Mazedonien einreisen können. Bis zu 2000 Flüchtlinge schafften Medienberichten zufolge am Montag trotz der gesperrten Grenze die illegale Einreise von Griechenland nach Mazedonien.  

Immer informiert via Messenger
​Welcher Bremerhaven-Song ist der Beste?
1581 abgegebene Stimmen
Folge den Pinguins via Messenger