Nach Kritik hat sich Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) gegen eine Freiwilligkeit bei der Isolation von Corona-Infizierten ausgesprochen.

Nach Kritik hat sich Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) gegen eine Freiwilligkeit bei der Isolation von Corona-Infizierten ausgesprochen.

Foto: picture alliance/dpa

Politik

Lauterbach kippt Pläne für freiwillige Isolation

Autor
Von nord24
6. April 2022 // 06:13

Die zum 1. Mai geplante freiwillige Isolation von Corona-Infizierten soll es nun doch nicht geben.

Nur noch fünf Tage in Isolation

Das kündigte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach am späten Dienstagabend in der ZDF-Sendung „Markus Lanz“ an. „Diesen Punkt, dass die Infizierten, dass die sich selbst isolieren, und nicht mehr durch das Gesundheitsamt aufgefordert werden, den werde ich wieder einkassieren.“ Das wolle er am Mittwoch offiziell machen. Bleiben solle aber eine verkürzte Isolation von fünf Tagen.

Anordnung des Gesundheitsamts sollte wegfallen

Nach Beratungen der Gesundheitsminister von Bund und Ländern hatte der Minister am Montag mitgeteilt, dass Corona-Infizierte und Kontaktpersonen ab 1. Mai in der Regel nur noch freiwillig und für kürzere Zeit in Isolierung oder Quarantäne müssen. Infizierten sollte demnach nur noch „dringend empfohlen“ werden, sich für fünf Tage zu isolieren und Kontakte zu meiden - für Kontaktpersonen von Infizierten sollte es entsprechend gelten. Eine Anordnung des Gesundheitsamts sollte wegfallen.

Signal sei „so negativ, so verheerend“

Lauterbach sagte im ZDF, das wäre zur Entlastung der Gesundheitsämter auch sinnvoll gewesen. Das Signal aber, dass ein Infizierter selbst über eine Isolation entscheide, sei „so negativ, so verheerend“, dass es an diesem Punkt eine Veränderung geben müsse. Der „symbolische Schaden“, Corona sei nicht gefährlich, sei so verheerend, dass man diese Isolationsordnung so nicht machen könne. (dpa/znn)

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