Karl Lauterbach (SPD), Bundesgesundheitsminister, setzt nach einem Treffen in der Staatskanzlei seinen Mund-Nasen-Schutz auf.

Karl Lauterbach hat im ZDF die Corona-Lage analysiert.

Foto: Jens Büttner/dpa

Politik

Lauterbach rechnet mit Hunderttausenden Neuinfektionen pro Tag

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Von nord24
20. Januar 2022 // 06:29

Die Infektionszahlen in Deutschland schießen immer weiter in die Höhe. Laut Gesundheitsminister Lauterbach ist die Spitze jedoch noch lange nicht erreicht.

Lauterbach: Höhepunkt der Welle ungefähr wohl Mitte Februar

Gesundheitsminister Karl Lauterbach rechnet bis Mitte Februar mit mehreren Hunderttausend Corona-Neuinfektionen am Tag. Es sei mit Blick auf realistische Szenarien davon auszugehen, „dass die Welle Mitte Februar ungefähr ihren Höhepunkt haben wird und dass wir dann mehrere Hunderttausend Fälle pro Tag erwarten müssen“, sagte der SPD-Politiker am Mittwochabend in der ZDF-Sendung „Markus Lanz“. Es sei nicht gesagt, dass es zu den Szenarien komme, aber „die haben die größte Wahrscheinlichkeit“.

Die Hohe Zahl der Ungeimpften bereitet Sorgen

Dabei gebe es Länder, die solche Zahlen auch mit Blick auf die Intensivstationen verkraften könnten, in Deutschland sei die Lage jedoch eine andere. „Da wir in Deutschland eine hohe Zahl von Ungeimpften bei den Älteren haben, kann es bei uns ganz anders ausgehen als beispielsweise in Italien, Frankreich oder England“, sagte Lauterbach. In England liege etwa die Zahl der Ungeimpften in der Gruppe der über 50-Jährigen bei ein bis zwei Prozent. „Das sind Werte, an die wir nicht herankommen“.

RKI meldet über 133.000 Corona-Neuinfektionen

In Deutschland übermittelten die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut am Mittwoch erstmals mehr als 100.000 Neuinfektionen. Am Donnerstag meldete das RKI über 133 000 Infektionen. Bislang spiegelt sich die von der Virusvariante Omikron ausgelöste Welle jedoch nicht auf den Intensivstationen. Dort ist die Zahl der Corona-Patienten laut Medizinervereinigung Divi seit der ersten Dezemberhälfte von rund 5000 auf zuletzt 2664 gesunken. Momentan infizieren sich vergleichsweise wenig Ältere, die besonders anfällig für schwere Verläufe sind. (dpa/mb)

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