Außenminister Heiko Maas (SPD) spricht bei einer Pressekonferenz zur aktuellen Situation in Afghanistan.

Außenminister Heiko Maas will nur denjenigen Menschen bei der Ausreise aus Afghanistan helfen, die eine Zusage für die Aufnahme in Deutschland haben.

Foto: picture alliance/dpa/Reuters-Pool

Politik

Maas will nur Afghanen mit Aufnahmezusage bei Ausreise helfen

30. August 2021 // 13:33

Die Regierung ist bereit, mehr als 40.000 Afghanen bei der Ausreise zu helfen. Darüber hinaus will Außenminister Maas keine Hoffnungen machen.

Maas deutlich: Es geht uns nur um diese Personengruppe

Bundesaußenminister Heiko Maas will nur denjenigen Menschen bei der Ausreise aus Afghanistan helfen, die eine Zusage für die Aufnahme in Deutschland haben. „Es geht uns nur um diese Personengruppe“, betonte der SPD-Politiker am Montag nach Gesprächen in Usbekistan, das als Nachbarland eine erste Anlaufstation für Schutzsuchende aus Afghanistan ist.

Hilfsaktion ist nicht zeitlich begrenzt

Der SPD-Politiker stellte die Ausreisewilligen darauf ein, dass die Hilfsaktion noch sehr lange dauern kann. „Es gibt keinen zeitlichen Horizont. Das ist ein Thema, dass uns noch Wochen und wahrscheinlich auch Monate beschäftigen wird.“

10.000 Afghanen stehen auf der Ausreiseliste

Auf den Ausreiselisten des Auswärtigen Amts stehen mehr als 10.000 Afghanen. Dazu zählen ehemalige afghanische Mitarbeiter von Bundeswehr oder Ministerien - die sogenannten Ortskräfte - und besonders schutzbedürftige Menschen wie Menschenrechtsaktivisten oder Frauenrechtlerinnen.

40.000 Menschen sollen aufgenommen werden

Hinzu kommen deren Familienangehörige. Zusammen geht es nach jetzigem Stand um mehr als 40.000 Menschen, die in Deutschland aufgenommen werden sollen - wenn es ihnen gelingt, das Land zu verlassen.

Maas: Keine falschen Hoffnungen machen

Dabei will das Auswärtige Amt helfen. Mit der strikten Beschränkung auf diese Gruppe will Maas falschen Hoffnungen vorbeugen und verhindern, dass es an den Grenzübergängen zu ähnlich chaotischen Zuständen wie am Flughafen Kabul in der vergangenen Woche kommt. „Letztlich wollen wir eines vermeiden: Nämlich, dass das, was sich in Kabul am Flughafen ereignet hat, wiederholt“, sagte er. (dpa)

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