Polizei und Sanitäter arbeiten an einer Schule, in der Schüsse gefallen sind.

Unbestätigten Berichten russischer Medien zufolge soll der Täter das US-Massaker an der Columbine High School von Littleton nahe Denver von 1999 als Vorbild genommen haben.

Foto: dpa

Politik

Massaker an russischer Schule: Viele Kinder tot und verletzt

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Von nord24
26. September 2022 // 17:05

Eine neue Bluttat an einer russischen Schule erschüttert das Land, während Kremlchef Putin Reservisten zum Krieg gegen die Ukraine einziehen lässt.

15 Todesopfer

Ein 34 Jahre alter Mann soll an seiner früheren Schule in der russischen Stadt Ischewsk in der Republik Udmurtien ein Blutbad unter Kindern angerichtet haben. Die Zahl der gemeldeten Todesopfer bei den Schüssen in der Schule Nummer 88 der für ihre Waffenschmieden bekannten Stadt wurde am späten Montagnachmittag (26.9.22) mit 15 angegeben.

Elf Kinder getötet

Unter den Toten seien elf Kinder, teilte das nationale Ermittlungskomitee mit. Außerdem tötete der Täter sich selbst, wie die Behörden mitteilten. Zuvor war von 13 Toten die Rede gewesen, darunter mindestens zwei Lehrer und zwei Wachleute. 24 Menschen seien verletzt worden, darunter 22 Kinder, hieß es. Einige Kinder verletzten sich demnach beim Sprung aus dem Schulfenstern.

Ex-Schüler mit psychischen Problemen

Es hatte wohl wegen der Vermummung des Mannes Stunden gedauert, bis klar war, wer er ist. Als der Name bekannt war, sagte Gouverneur Alexander Bretschalow, dass der Ex-Schüler wegen Problemen in psychischer Behandlung gewesen sei. Er sei auch schon mit einer Ordnungsstrafe belangt worden. Trotz der laufenden Ermittlungen und der unklaren Lage sprach Kremlsprecher Dmitri Peskow schon wenige Stunden nach dem Vorfall von einem "terroristischen Akt". Er sagte, er "gehörte allem Anschein nach einer neofaschistischen Organisation oder Gruppierung an". Echte Beweise wurden dafür nicht vorgelegt.

Propagandisten sehen Drahtzieher in Kiew

Trotzdem behaupteten kremlnahe Propagandisten mit Blick auf die aktuell laufende und umstrittene Teilmobilmachung für Russlands Krieg gegen die Ukraine, der Drahtzieher des Anschlags sitze gesund und munter in Kiew. (dpa)

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