Unter dem Eindruck von Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine will Schweden sich um die Nato-Mitgliedschaft bewerben. Das erklärte Ministerpräsidentin Magdalena Andersson.

Unter dem Eindruck von Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine will Schweden sich um die Nato-Mitgliedschaft bewerben. Das erklärte Ministerpräsidentin Magdalena Andersson.

Foto: picture alliance/dpa/TT News Agency

Politik

Schweden will Nato-Mitglied werden

16. Mai 2022 // 15:29

Unter dem Eindruck von Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine will Schweden sich um die Nato-Mitgliedschaft bewerben. Russland droht mit Konsequenzen.

Schweden will Nato-Mitglied werden

Schweden will einen Antrag auf Mitgliedschaft in der Nato stellen. «Wir verlassen eine Ära und treten in eine neue ein», sagte die schwedische Ministerpräsidentin Magdalena Andersson am Montag in Stockholm. Geplant sei, den Antrag in den kommenden Tagen gemeinsam mit Finnland einzureichen.

Debatte im Parlament

Zuvor hatte sich am Vormittag bei einer Diskussion im Parlament eine Mehrheit der Parteien für eine Mitgliedschaft in dem westlichen Verteidigungsbündnis ausgesprochen. Grüne und Linke sind dagegen. Die beiden Parteien haben gemeinsam 43 von 349 Sitzen im schwedischen Reichstag.

Auch Finnland will Nato-Beitrittsantrag stellen

Bereits am Sonntag hatte die Regierung des schwedischen Nachbars Finnland mitgeteilt, dass sie einen Nato-Beitrittsantrag stellen will. Eine Mehrheit dafür im finnischen Parlament gilt als sicher. Seit Montagmorgen wurde das Thema dort in einer stundenlangen Debatte besprochen.

Alle Bündnispartner müssen Anträgen zustimmen

Beide Länder geben damit eine lange Tradition der militärischen Bündnisfreiheit auf. Das Aufnahmeverfahren startet, wenn Finnland und Schweden ihre Anträge im Nato-Hauptquartier in Brüssel eingereicht haben. Alle 30 Bündnisstaaten müssen einem Beitritt zustimmen.

Russland warnt

Russlands Vize-Außenminister Sergej Rjabkow bezeichnete die mögliche Aufnahme der beiden nordischen Länder in die Nato am Montag als «schwerwiegenden Fehler mit weitreichenden Folgen». Die militärischen Spannungen würden dadurch zunehmen, warnte Rjabkow der Agentur Interfax zufolge. (dpa)

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