Eine Demonstrantin raucht einen Joint bei der Hanfparade.

In den meisten Bundesländern wird bei dem Besitz von bis zu sechs Gramm Cannabis schon jetzt in der Regel auf eine Strafverfolgung verzichtet.

Foto: Annette Riedl/dpa

Politik

Sechs-Gramm-Grenze: Cannabis bald nur noch Ordnungswidrigkeit?

23. August 2021 // 08:59

Die Bundes-Beauftragte Daniela Ludwig plädiert dafür, die Regelung für Cannabis-Besitz zu ändern.

Besitz soll nur noch Ordnungswidrigkeit sein, keine Straftat

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Daniela Ludwig (CSU), plädiert dafür, Cannabis-Besitz bis zu einer Eigenbedarfsgrenze von sechs Gramm künftig bundesweit als Ordnungswidrigkeit zu verfolgen - und nicht mehr als Straftat.

Regelung soll bundesweit gelten

„Vertretbar wäre aus meiner Sicht eine Grenze von sechs Gramm - und zwar bundesweit“, sagte die Regierungsvertreterin dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Montag).

Länder verzichten meist auf Strafverfolgung

In den meisten Bundesländern wird bei dem Besitz von bis zu sechs Gramm Cannabis schon jetzt in der Regel auf eine Strafverfolgung verzichtet. In einigen Ländern gelten auch höhere Obergrenzen.

Ludwig: Bessere Sanktionen und Entlastung der Polizei

Ludwig empfahl der CDU/CSU, nach der Bundestagswahl mit künftigen Koalitionspartnern einen Kompromiss zu suchen. „Klar ist, dass Cannabis nicht so gefährlich ist wie Kokain oder Heroin. Richtig ist auch, dass es um andere, bessere Sanktionen und um eine Entlastung von Polizei und Justiz gehen muss“, betonte sie. (dpa)

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