Bundesgesundheitsminister Jens Spahn.

Jens Spahn hat sich für die Hospitalisierung als neuen Maßstab während der Pandemie ausgesprochen.

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Politik

Spahn will Messwert von 50er-Inzidenz aus Gesetz streichen

23. August 2021 // 10:55

Gesundheitsminister Spahn hat sich dafür ausgesprochen, die Messgröße eines Inzidenzwerts von 50 aus dem Infektionsschutzgesetz zu streichen.

Jens Spahn will 50er-Inzidenz aus Infektionsschutzgesetz streichen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich dafür ausgesprochen, in der Corona-Pandemie die Messgröße eines Inzidenzwerts von 50 aus dem Infektionsschutzgesetz zu streichen.

Spahn: Wert hat ausgedient

„Die 50er-Inzidenz im Gesetz, die hat ausgedient“, sagte der CDU-Politiker am Montag im ZDF-„Morgenmagazin“. Der Wert - nicht mehr als 50 neue Infektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen - habe für eine ungeimpfte Bevölkerung gegolten.

Bundesländer rücken schon von Inzidenz als Messwert ab

Im Infektionsschutzgesetz sind bei bestimmten Zahlen von neuen Corona-Fällen besondere Maßnahmen vorgesehen. Einige Bundesländer sind von der Fokussierung auf die Inzidenz jedoch schon abgerückt. „Deswegen ist mein Vorschlag, jetzt auch diesen Maßstab, diese 50er Inzidenz, aus dem Gesetz zügig zu streichen“, sagte der Minister.

Neuer Maßstab könnte die Hospitalisierung sein

Darüber könnte der Bundestag noch vor der Wahl am 26. September entscheiden. „Der neue Parameter ist dann die Hospitalisierung“, so Spahn. Damit ist die Zahl der Covid-19-Patienten gemeint, die im Krankenhaus liegen. (dpa)

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