Die USA und Russland haben sich auf die Bedingungen für eine Feuerpause im Bürgerkriegsland Syrien (hier Douma) geeinigt. +

Die USA und Russland haben sich auf die Bedingungen für eine Feuerpause im Bürgerkriegsland Syrien (hier Douma) geeinigt. +

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Politik

Termin für Feuerpause in Syrien steht

Von Lili Maffiotte
23. Februar 2016 // 08:30

Schon am Sonnabend sollen in Syrien die Waffen schweigen. Jetzt sind die Kriegsparteien am Zug, Regierung und Opposition sollen dem Plan zustimmen. Der große Haken: Radikale Islamisten sind von dem Deal ausgenommen. Die USA und Russland haben Bedingungen für eine Feuerpause in Syrien vereinbart. Die Waffenruhe soll am Sonnabend, 26. Februar,  um 0.00 Uhr Ortszeit beginnen. US-Präsident Barack Obama und der russische Präsident Wladimir Putin werteten die Einigung als Hoffnungsschimmer für das Bürgerkriegsland. Seit fünf Jahren wüten die Kämpfe in Syrien. Nach UN-Schätzungen wurden mehr als 250 000 Menschen getötet, Millionen mussten fliehen.

Kampf gegen Terrorismus

Putin sagte am Montagabend, nun bestehe eine realistische Chance auf ein Ende des Blutvergießens. Er nannte das Abkommen ein Beispiel für die Zusammenarbeit im Kampf gegen den Terrorismus. Zudem öffne es den Weg für humanitäre Hilfe. Alle Konfliktparteien sollten bis Freitagmittag erklären, ob sie die Bedingungen annehmen, betonte der Kremlchef, der die Regierung von Präsident Baschar al-Assad stützt.

"Eine Menge Hindernisse"

Obama begrüßte die Verständigung. Jetzt müsse die Priorität darauf liegen, positive Reaktionen des syrischen Regimes und der bewaffneten Opposition zu erhalten. Alle Beteiligten sollten sich darauf konzentrieren, das Leid der Menschen zu beenden, den UN-geführten Prozess zur Befriedung des Landes voranzutreiben und die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) zu bekämpfen. Ein Sprecher des Weißen Hauses bremste zugleich überhöhte Erwartungen. "Wir wissen, dass noch eine Menge Hindernisse im Weg stehen", sagte er.

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