Ein MiG-29-Kampfjet steht zum Start bereit.

Die US-Regierung lehnt die Lieferung von MiG-29-Kampfjets in die Ukraine wegen der Gefahr einer Eskalation des Konflikts mit Russland ab.

Foto: picture alliance / dpa

Politik

USA lehnen Lieferung von Kampfjets in Ukraine als zu riskant ab

10. März 2022 // 09:30

Die USA haben Polens Vorstoß, Kampfjets über einen US-Stützpunkt an die Ukraine zu liefern, abgelehnt. Auch mit Blick auf Russlands atomare Fähigkeiten.

USA lehnen Lieferung von MiG-29-Jets ab

Die US-Regierung lehnt die Lieferung von MiG-29-Kampfjets in die Ukraine wegen der Gefahr einer Eskalation des Konflikts mit Russland ab. Die Geheimdienste seien zu der Einschätzung gekommen, dass der russische Präsident Wladimir Putin die Verlegung von Kampfflugzeugen als Eskalationsschritt missverstehen könnte, sagte Pentagon-Sprecher John Kirby am Mittwoch. Die USA erteilten damit auch einem Vorschlag Polens eine Absage, der Ukraine MiG-29-Kampfjets mit einem Zwischenstopp auf einem US-Stützpunkt in Deutschland zu überlassen.

Derzeit keine weiteren Kampfjets für die Ukraine

Kirby äußerte sich einerseits direkt zu dem Vorschlag Polens - machte aber auch allgemeine Aussagen mit Blick auf Lieferungen von Kampfjets an die Ukraine. „Wir unterstützen die Übergabe weiterer Kampfflugzeuge an die ukrainischen Luftstreitkräfte zum jetzigen Zeitpunkt nicht“, sagte er.

USA: Zu hohes Risiko

Polens Vorschlag war allein schon deshalb heikel, weil die Kampfjets von einem US- beziehungsweise Nato-Stützpunkt in den umkämpften ukrainischen Luftraum fliegen sollten. „Wir sind der Ansicht, dass die Bereitstellung zusätzlicher Kampfflugzeuge nur wenig zusätzliche Fähigkeiten bei hohem Risiko bietet“, sagte Kirby. Gleichzeitig machte er deutlich: „Wir ziehen hier keine rote Linie.“

Russland als Atommacht

Das Vorhaben könnte „zu einer erheblichen russischen Reaktion führen, die die Aussichten auf eine militärische Eskalation mit der Nato erhöhen könnte“, warnte Kirby. Das Potenzial für eine Eskalation dürfe nicht erhöht werden - auch „angesichts der Tatsache, dass Herr Putin über andere Fähigkeiten verfügt“. Russland sei eben eine Atommacht. „Daran besteht kein Zweifel“, mahnte der Pentagon-Sprecher. (dpa)

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