Urlauber und Reisende müssen sich nicht auf neue Regeln einstellen.

Urlauber und Reisende müssen sich nicht auf neue Regeln einstellen.

Foto: Daniel Karmann/dpa

Politik

Vorerst keine neuen Regeln für Urlauber trotz Delta-Variante

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Von nord24
29. Juni 2021 // 07:59

Trotz der Delta-Variante des Coronavirus wird es vorerst keine neuen strengeren Regelungen für Reiserückkehrer geben.

Die geletende Einreiseverordnung wird nicht kurzfristig geändert

Trotz wachsender Sorge vor einem vermehrten Einschleppen der ansteckenderen Delta-Variante müssen sich Reisende vorerst nicht auf schärfere Corona-Bestimmungen einstellen. Das ist das Ergebnis von Beratungen von Bund und Ländern vom Montag. Die geltende Einreiseverordnung wird demnach nicht kurzfristig geändert. Mehrere Ministerpräsidenten hatten schärfere Bestimmungen gefordert, um eine erneute Verschärfung der Corona-Lage zu verhindern.

Seehofer sieht keinen Anlass für stationäre Grenzkontrollen

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) ist für Kontrollen von Reiserückkehrern an den Grenzen, will dabei aber Chaos vermeiden. Für stationäre Grenzkontrollen sehe er derzeit keinen Anlass. „Wir müssen schauen, dass wir uns nicht ein Infektionsgeschehen zusätzlich ins Land holen“, sagte der CSU-Politiker der „Süddeutschen Zeitung“. Nach eigener Aussage schwebt ihm statt stationärer Grenzkontrollen ein ähnliches System wie im vergangenen Jahr vor: eine sogenannte „Schleiermaßnahme“, bei der die Reisenden auf Plätzen möglichst dicht nach der Grenze kontrolliert werden. Auch dass dort wieder Schnellteststationen eingerichtet werden könnten, sei vorstellbar.

Saarlands Ministerpräsident glaubt nicht an ein schnelles Ende der Corona-Pandemie

Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans forderte dagegen schärfere Überprüfungen von Reiserückkehrern. „Ich rechne nicht mit einem schnellen Ende der Corona-Pandemie. Es wäre naiv zu glauben, dass die Infektionszahlen bei uns nicht mehr steigen. Das zeigt sich ja auch in Ländern wie Großbritannien und Israel, die trotz hoher Durchimpfung ihrer Bevölkerung derzeit eine vierte Welle durchleben“, sagte der CDU-Politiker der „Rheinischen Post“. Gerade die Urlaubsreisen in den Sommerferien könnten ein Nährboden für eine weitere Pandemie-Welle werden.

Betrieb der Impfzentren soll zurückgefahren werden

Die Gesundheitsminister der Bundesländer wollen derweil im Herbst den Betrieb der Impfzentren zurückfahren. Auch über den 30. September hinaus setze man bei der Eindämmung der Corona-Pandemie auf staatliche oder kommunale Impfangebote. Der Schwerpunkt dabei solle zunehmend aber auf mobilen Impfteams liegen, hieß es in einem Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz vom Montagabend. (dpa/mb)

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