Olaf Scholz plädiert dafür, Öffnungssschritt wieder zurückzunehmen.

Olaf Scholz plädiert dafür, Öffnungssschritt wieder zurückzunehmen.

Foto: Soeren Stache/dpa

Politik

Warnungen vor nächsten Corona-Beratungen

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Von nord24
21. März 2021 // 13:11

Vor den nächsten Bund-Länder-Beratungen zur Corona-Lage werden die warnenden Stimmen lauter.

Erneute Schulschließungen werden diskutiert

Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) und Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) plädierten am Wochenende angesichts der anschwellenden dritten Pandemie-Welle dafür, Öffnungsschritte wieder zurückzunehmen. In den Bundesländern zeigte sich vor der für Montag geplanten Videokonferenz ein gemischtes Bild: Zumindest in Regionen mit niedrigen Inzidenzen wollen einige Regierungschefinnen und Regierungschefs mehr Freiheiten ermöglichen. Im Mittelpunkt der Debatten standen erneute Schulschließungen und die Möglichkeit von Osterurlaub in Deutschland.

Scholz warnt or Reisewelle an Ostern

Finanzminister Scholz sagte der „Bild am Sonntag“: „Im Augenblick steigt die Zahl der Neuinfektionen wieder deutlich, deshalb werden wir jetzt keinen großen Öffnungsschritt gehen können. Und in Regionen mit besonders hohen Werten wird man die Notbremse ziehen müssen.“ Zudem warnte er vor einer Reisewelle an Ostern. Vielleicht könne man innerhalb eines Landes ermöglichen, dass Ferienwohnungen genutzt werden. „Wenn aber ganz viele im großen Stil Osterurlaub machen, gefährdet das den Sommerurlaub von uns allen“, sagte der SPD-Politiker.

Präsident des Deutschen Lehrerverbandes geht von Schulschließungen aus

Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Hans-Peter Meidinger, glaubt derweil nicht, „dass wir die Schulen in der dritten Welle offen lassen können“. Grund sei vor allem, dass nicht ausreichend Schnelltests für Schüler und Lehrkräfte vorhanden seien.

Ärztevertreter blicken pessimistisch nach vorne

Verschiedene Ärztevertreter warnten am Wochenende massiv vor weiteren Lockerungen und blickten pessimistisch voraus. Die Vorsitzende der Ärzteorganisation Marburger Bund, Susanne Johna, sagte der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Samstag): „Ich rechne ab Ostern mit einer noch kritischeren Lage als zum Jahreswechsel.“ Es sei unverantwortlich gewesen, in die dritte Welle und die Ausbreitung der Mutanten hinein zu lockern, wie es Bund und Länder am 3. März vereinbart hatten. „Dadurch droht den Kliniken nun die dritte Extremsituation binnen eines Jahres“, sagte John. (epd/mb)

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