Kanye West, US-Rapper

Rapper Kanye West steht nach Einschätzung des Wiesenthal-Zentrums mit seinen Äußerungen an der Spitze der zehn schlimmsten antisemitischen Vorfälle des Jahres 2022.

Foto: Agostini/Invision/AP/dpa

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"Hass, Fanatismus": Kanye West führt Antisemitismus-Liste an

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Von nord24
1. Januar 2023 // 09:00

Rapper Kanye West steht laut Wiesenthal-Zentrum mit seinen Äußerungen an der Spitze der zehn schlimmsten antisemitischen Vorfälle des Jahres 2022.

„Einfluss in sozialen Medien missbraucht“

West, der sich heute Ye nennt, habe neben ständigen antisemitischen Äußerungen auch seinen enormen Einfluss in sozialen Medien dazu missbraucht, "Hass, Fanatismus und Ignoranz als Waffen einzusetzen", hieß es in dem Bericht. West habe dazu beigetragen, dass Judenhass Teil des Mainstreams in sozialen Medien geworden sei.

Offenbar Hakenkreuz-Bild verbreitet

Im Oktober hatten Instagram und Twitter die Accounts des Rappers zum ersten Mal gesperrt. Elon Musk hob die Sperre nach Übernahme des Kurznachrichtendienstes kurzzeitig auf, suspendierte West dann aber im Dezember erneut, weil der 45-Jährige offenbar das Bild eines Hakenkreuzes verbreitet hatte.

Abendessen mit Trump und rechtsextremem Nationalist

Auch offline schockte West immer wieder: Bei der Pariser Fashion Week trug er ein T-Shirt mit dem Slogan "White Lives Matter". Die Anti-Defamation League stufte den Satz als rassistische Reaktion auf die "Black Lives Matter"-Bewegung ein. Ende Oktober 2022 kündigte der Sportartikelhersteller Adidas die Zusammenarbeit und stellte die Produktion der Marke "Yeezy" ein. Im November sorgte ein Abendessen mit dem früheren US-Präsidenten Donald Trump und dem rechtsextremen Nationalisten Nick Fuentes für Schlagzeilen.

Zentrum kämpft gegen Rassismus und Antisemitismus

Das 1977 gegründete Wiesenthal-Zentrum mit Hauptsitz in Los Angeles ist mit der weltweiten Suche nach untergetauchten Nazi-Verbrechern bekannt geworden. Es bemüht sich aber auch um die Förderung von Toleranz und kämpft in aller Welt gegen Rassismus, Antisemitismus, Terrorismus und Völkermord. (dpa)

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