Davie Bowie

Der Musiker David Bowie posiert für sein neues Album "Blackstar". Foto: King/Sony Music/dpa

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Promis

Bowie entdeckt den Jazz: "Blackstar"

Von nord24
27. November 2015 // 18:27

David Bowie präsentiert vor seinem 69. Geburtstag  wieder gibt es frische Musik. "Blackstar" heißt das neue Album, mit der erfolgreiche Popmusiker seine Fans überraschen, irritieren und auch verstören dürfte. Denn Bowie hat in den Kellerclubs seiner Wahlheimat New York den Avantgarde-Jazz entdeckt.

Viel Vorlauf-Tamtam

Im Gegensatz zum Vorgängerwerk "The Next Day" wird "Blackstar" mit viel Vorlauf-Tamtam in die Öffentlichkeit getragen. Der zehnminütige Titelsong und das gruselige "Blackstar"-Video sind seit dem 20. November im Netz. In der Woche danach stellte Bowies Plattenfirma das neue Album in sogenannten Pre-Listening-Sessions komplett vor. Offiziell herausgebracht wird es am 8. Januar 2016.

David Bowies offizielles "Blackstar"-Video:

Vorab-Bemusterungen vor einer Plattenveröffentlichung sind in der Branche üblich. Bei einem Weltstar wie Bowie läuft das Ganze aber etwas exklusiver ab. So fläzte sich ein handverlesener Kreis von Musikjournalisten in den Sesseln des Planetariums im Berliner Stadtteil Steglitz und hörte sich die sieben Lieder angemessen laut unter künstlichem Sternenhimmel an.

42 Minuten schwere Kost

Der erste Eindruck von Bowies 25. Studioplatte seit 1967: "Blackstar" ist ein echter Brocken. 42 Minuten lang wird schwere Kost zwischen experimentellem Jazz und wuchtigem Art-Rock aufgetischt. Diese Mischung zeigt den seit Jahren abgetauchten Endsechziger von seiner kühnsten Seite.

Bowie muss nichts beweisen

Vermutlich kann Bowie so kompromisslos agieren, weil er in kommerzieller Hinsicht nichts mehr beweisen muss. Laut BBC-Schätzung hat er schon bis zu seinem weltweit erfolgreichen Comeback von 2013 mehr als 140 Millionen Tonträger verkauft. In die neue Platte hat der Meister nun nochmals "alles reingeworfen". Das sagte sein langjähriger Produzent Tony Visconti dem "Rolling Stone". "Das Ziel war, Rock 'n' Roll unbedingt zu vermeiden." Ziel erreicht: Ein klassisches Geradeaus-Rockalbum ist "Blackstar" wirklich nicht geworden.

Ungewohnter Falsettgesang

Schon der Titelsong zum Auftakt geht wagemutige Wege. Ein nervöser Stolperrhythmus à la Radiohead, diverse teils schräge Saxofon-Parts und ein für Bowie ungewohnter Falsettgesang nehmen Fahrt auf. Doch nach vier Minuten fällt der Track in sich zusammen und ersteht in einer völlig neuen Melodie wieder auf. Danach ist eine Art Jazz-Funk-Groove mit viel wildem Gebläse zu hören. Auch das anschließende "'Tis A Pity She Was A Whore" stellt das Saxofon von Donny McCaslin in den Mittelpunkt. Das übliche Strophe-Refrain-Schema sucht man hier ebenfalls vergeblich so wie meistens auf "Blackstar".

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